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Architekturwettbewerb Neubau Museum Folkwang
Im August 2006 gab Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, bekannt, dass die Stiftung als alleinige Förderin die Mittel für den Neubau des Museum Folkwang zur Verfüg­ung stellt. Die Stadt Essen lobte daraufhin einen internatio­nalen Architek­turwettbewerb aus, an dem nach vorgeschaltetem offenen Bewerbungswettbewerb zwölf Architektenbüros aus dem In- und Ausland teilnahmen:

Adjaye/Associates, London (gesetzt)
Bolles + Wilson, Münster
Architekten Brüning Klapp Rein, Essen
David Chipperfield Architects, Berlin/London
Gigon Guyer Architekten, Zürich (gesetzt)
Zaha Hadid Architects, London
Hilmer & Sattler u. Albrecht, Berlin/München
Königs Architekten, Köln
MVRDV, Rotterdam
SANAA, Tokio (gesetzt)
Schultes Frank Architekten, Berlin
Staab Architekten, Berlin

Wettbewerb und Vorprüfung wurden durch [pase eins], Berlin, betreut.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Eckhard Gerber vergab in ihrer Sitzung vom 13. Februar 2007 drei Preise und zwei Anerkennungen, mit der Empfehlung, die Träger des ersten und zweiten Preises aufzu­fordern, ihre Entwürfe zu überarbeiten:

1. Preis            David Chipperfield Architects
2. Preis            Adjaye / Associates, London
3. Preis            Gigon Guyer Architekten, Zürich
Anerkennung     Zaha Hadid Architects, London
Anerkennung     Staab Architekten, Berlin

In ihrer Sitzung vom 13. März 2007 konnte die Jury die überarbeiteten Entwürfe prüfen. Sie erklärte David Chipperfield einstimmig zum Sieger und empfahl der Krupp-Stiftung, seinen Entwurf ausführen zu lassen. Herr Prof. Beitz nahm diese Empfehlung für die Krupp-Stiftung an. Baubeginn ist Herbst 2007, Bauabschluss Herbst 2009. Der Neubau wird von der Neubau Museum Folkwang Essen GmbH, einem Unternehmen der Wolff Group, realisiert. Die Einweihung des neuen Mu­seum Folkwang findet Anfang 2010, wenn Essen und das Ruhrge­biet Kulturhauptstadt Europas sind, statt.

Das Museum Folkwang steht vor einem der größ­ten Entwicklungsschritte seiner über hundert­jäh­rigen Geschichte. In unmittelbarer Nachbar­schaft zu dem 1960 fertig gestellten Altbau (Bau­teil A) erhält das Museum ein neues Gebäude, das den jetzigen Bauteil B ersetzt. Der Altbau, einer der schönsten deutschen Museumsbauten, bleibt als eigenständiges Gebäude und integraler Teil des neuen Museums bestehen.

 
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