Henri de Toulouse-LautrecHenri de Toulouse-Lautrec

Ambassadeurs Aristide BruantAmbassadeurs Aristide Bruant

dans son Cabaretdans son Cabaret

Frankreich, Paris, 1892Frankreich, Paris, 1892

Imprimerie Edw. Ancourt, ParisImprimerie Edw. Ancourt, Paris

Farblithographie 152,4 x 99,3 cmFarblithographie 152,4 x 99,3 cm

Louis Armand Aristide Bruant (1851-1925) begann seine Musiker- und Vortragskarriere bereits im Alter von 15 Jahren. Einen ersten Höhepunkt stellten seine regelmäßigen Auftritte im legendären, von Rodolphe Salis (1851-1897) gegründeten „Chat Noir“ dar. 1885 eröffnete er schließlich (in den ehemaligen Räumen des „Chat Noir“) sein eigenes Kabarett, das „Mirliton“. Seine bösartigen Tiraden richteten sich gegen das anwesende Publikum und das Establishment. Am liebsten nahm er die „Dandys mit ihren Luxusnutten“ oder „die mit dem Silberlöffel im Maul zur Welt kamen“ ins Visier seiner Unflätigkeiten. Ausgenommen war nur der „Stöpsel“ – gemeint war Henri de Toulouse-Lautrec – mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband.

Zeitgenössische Abbildungen zeigen die Bruant-Plakate (insgesamt drei verschiedene Fassungen) häufig mit einem zusätzlichen Blatt, das unter dem Plakat angebracht war und  Programmtitel, Ort und Uhrzeit des Auftrittes vermerkt. 1925 trat Bruant ein letztes Mal in Paris auf, Lautrec machte ihn durch seine genialen Plakate unsterblich.

Toulouse-Lautrec, Henri de (1864-1901)
Maler, Grafiker (Frankreich)
Entstammt dem französischen Adel. Während seiner Schulzeit beginnt er unter Anleitung zu zeichnen. Im Alter von 15 Jahren wird er durch Krankheit verkrüppelt, während seiner Kuraufenthalten entstehen weitere Studien. 1882 Ausbildung als Maler bei Léon Bonnat. 1883 Wechsel zum Atelier Cormon, danach eigenes Atelier am Montmartre. 1887 Mitbegründer der „École du Petit Boulevard". Umfangreiches grafisches Werk: Plakate, Serien und Einzelblätter zahlreiche Notentitel, Theaterprogramme und Illustrationen, u.a. für „Revue Blanche“, für „L'Escarmouche“ und „Le Rire. 1899 Aufenthalt in der Heilanstalt Neuilly. Die letzte Zeit seines Lebens verbringt er meist in seiner Heimat, der Gironde. Das Plakat verdankt ihm den Rang einer eigenständigen Kunstform.

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