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16.09.2012 - 12:00 Uhr

Tumbletalks
Künstler und Künstlerinnen der Ruhrtriennale im Museum Folkwang tumbletalk 6
Köbberling/Kaltwasser / Andres Lepik Folke Köbberling, geboren 1969 in Kassel, studiert Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel und am Emily Carr Institute of Art and Design in Vancouver, Kanada. Martin Kaltwasser, geboren 1965 in Münster, studiert Kunst an der Kunstakademie in Nürnberg, bevor er an der Technischen Universität Berlin Architektur studiert. Köbberling/Kaltwasser leben in Berlin und arbeiten weltweit. Mit ihren subtilen, kritischen und komplexen Bauten und Strukturen arbeiten Köbberling/Kaltwasser an einer Ästhetik des Widerstands gegen unsere eindimensional ausgerichtete Lebensumwelt. Die verwendeten Materialien gewinnen sie aus normalerweise unbeachteten Ressourcen. 2010 bauen sie für das Oikos Theatre Festival im Rahmen des London Festival of Architecture das Jellyfish Theatre, eine spektakuläre Architektur, errichtet mit über hundert Freiwilligen im Herzen der britischen Hauptstadt. Im selben Jahr konstruieren sie in Vancouver einen gigantischen Bulldozer aus Restmaterialien der olympischen Winterspiele. Über das Berliner Haus der Kulturen der Welt spannt das Künstlerpaar 2011 ein 140 qm großes Dach, geknüpft aus zehntausenden, nach einem Marathonlauf zurückgebliebenen Plastikbechern. Andres Lepik, geboren 1961 in Augsburg, ist Professor für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis an der Technischen Universität München und neuer Direktor des Architekturmuseums in der Pinakothek der Moderne. Zwischen 2004 und 2007 war er Leiter der Architektursammlung 20./21. Jahrhundert an der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, von 2007 bis 2010 Kurator am Museum of Modern Art, New York. Seit 2011 ist er Korrespondent des Architektur- und Designmagazins Domus, seit 2012 Mitherausgeber von Candide, Journal for Architectural Knowledge. An der Graduate School of Design, Harvard University kuratierte er 2012 die Ausstellung Participation: Empowerment in Practice. Lepik ist Herausgeber von Moderators of Change. Architektur, die hilft (Ostfildern, 2012). Die Ruhrtriennale ist eine große Zusammenhangmaschine. Ihre Erlebnisweise zielt auf das wilde Nebeneinander von Menschen, Sprachen, Räumen, Formen und Materialien ab. Die Dichte von Aufführungen und Aktionen, ihre mehr oder weniger zufällige Abfolge eröffnen für das Publikum eine ästhetische Unendlichkeit. In den Tumbletalks (von engl. tumble, Unordnung, Durcheinander) trifft Tanz auf Tableau, Video auf  Literatur, Architektur auf Klimakultur, der Osten auf den Westen, der Künstler auf einen anderen Künstler oder auf seinen Komplizen, den Kurator. In einem Festival haben Gespräche mit Künstlern eine schöne, poetische Funktion. Sie sind ein fragiler Balance-Akt, an dem das Publikum teilhat. Dabei spielen sich die Konversation und das Kunstwerk gegenseitig den Ball zu: Vom Sehen zum Bild, vom Beobachten zur Bewegung, vom Reisen zum Machen und wieder zum Reisen, vom Privaten zum Öffentlichen, vom Alltag zur Kunst.  Was bedeutet, die Kunst des Redens als eine andere Variante des zeitgenössischen Kunstwerks anzuerkennen. Als eine, die mit ihren Gegenspielern spielt, mit der Erklärung und der Lektion. Teilweise in englischer Sprache.
Anmeldung möglich: tumbletalks@ruhrtriennale.de
Eine Kooperation mit dem Kunstring Folkwang, Verein der Freunde des Museum Folkwang.
Der Eintritt ist frei.




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