Malerei, Skulptur, Medienkunst

Die Sammlung
Das Museum Folkwang beherbergt eine international bedeutende Sammlung deutscher und französischer Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte bilden zum einen die deutsche Romantik mit Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und Johan Christian Dahl, ‚heroische’ Landschaftsbilder des Spätklassizismus etwa von Philipp Hackert oder Carl Rottmann. Zum anderen repräsentieren Werke von Eugène Delacroix, Jean-Baptiste Camille Corot, Honoré Daumier, Gustave Courbet, Edouard Manet und Pierre Auguste Renoir den französischen Klassizismus und Realismus. Meisterwerke von Claude Monet, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Paul Signac und Camille Pissarro veranschaulichen den durch Impressionismus und Spätimpressionismus initiierten Aufbruch in die Moderne.

Neben den Wegbereitern der Moderne gelangten früh Vertreter der französischen Fauvisten und der deutschen Expressionisten in die Sammlung (vgl. hierzu Museumsgeschichte, Chronik). Heute sind die vielfältigen Facetten der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts mit Werken folgender Künstler sichtbar: die Fauves mit Henri Matisse, André Derain und Maurice de Vlaminck, die Kubisten mit Georges Braque, Pablo Picasso und Robert Delaunay, die deutschen Expressionisten mit Künstlern aus dem Umkreis des Blauen Reiter mit Franz Marc und Wassily Kandinsky sowie der Künstlergemeinschaft Brücke mit Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff.

Künstlerpersönlichkeiten wie Ferdinand Hodler und Edvard Munch, die Bauhaus-Meister Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee und László Moholy-Nagy sind in der Sammlung ebenso präsent wie die Surrealisten Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte, André Masson, Joan Miró, Yves Tanguy sowie die Einzelgänger Oskar Kokoschka und Max Beckmann.

Parallel hierzu sind bildhauerische Arbeiten von Auguste Rodin, George Minne, Constantin Meunier, Aristide Maillol und Ernst Ludwig Kirchner in der Sammlung vertreten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die durch die Beschlagnahmungen von 1937 entstandenen Lücken durch eine kluge wie weitsichtige Ankaufspolitik der Museumsdirektoren nach und nach wieder geschlossen.

Der vor 1937 erworbene Ruf als Zentrum neuer und neuester Kunst konnte ab den 1950er Jahren weiter ausgebaut werden. Werke der Amerikaner Mark Rothko, Barnett Newman, Jackson Pollock, Ad Reinhardt, Franz Kline, Morris Louis und Frank Stella sowie Arbeiten von Yves Klein, Lucio Fontana und den Begründern der Gruppe Zero mit Günter Uecker, Otto Piene und Heinz Mack stehen exemplarisch für den Neuanfang in der Bildenden Kunst. Den Übergang ins 21. Jahrhundert schließlich markieren Werke von beispielsweise Gerhard Richter, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Peter Halley, Roni Horn und Thomas Schütte, aber auch Rauminstallationen von Martin Kippenberger, Paul Thek, Lothar Baumgarten, Atelier van Lieshout oder Simon Starling.

Die neue Präsentation
Zeitgenössische Künstler mit hoher Expertise und anspruchsvoller Qualität werden zukünftig die ständige Sammlung mit Positionen akzentuieren. Als Auftakt zeigen wir im Neubau Kunst nach 1945 neben Raumarbeiten von Martin Kippenberger und Paul Thek und einer feinen Auswahl von Werken der Gruppe ZERO – Günther Uecker, Otto Piene, Heinz Mack, Lucio Fontana, Yves Klein und Jan Schoonhoven – Plastik, Malerei, Installation und Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts von Michael Heizer, Taryn Simon oder Douglas Gordon.

Dies hat zur Folge, dass Werke etwa der amerikanischen abstrakten Expressionisten – Sam Francis, Mark Rothko, Barnett Newman, Jackson Pollock, Ad Reinhardt, Franz Kline und Frank Stella – wie dereinst Ende der 1970er Jahre wieder im Altbau in Dialog mit der Kunst des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne treten. Im Zuge der neu konzipierten Sammlungspräsentation sind länger nicht gezeigte Werke von Alexander Kanoldt, Otto Dix und Franz Radziwill im Kontext mit den Bauhausmeistern Wassily Kandinsky, László Moholy-Nagy oder Lyonel Feininger zu sehen, erfährt Willi Baumeister einen eigen Auftritt und führt Ernst Wilhelm Nay einen überraschenden Dialog mit Max Beckmann.

Künstlerräume
Das Museum Folkwang beabsichtigt, längerfristige Kooperationen mit Künstlern einzugehen um das Entstehen neuer Werke zu ermöglichen. Damit soll eine Tradition wiederbelebt werden, die weit in die Geschichte des Museums zurückreicht und in den späten 1920er Jahren mit Ernst Ludwig Kirchner und Oskar Schlemmer dereinst begann, zentrale Räume für das Museum Folkwang zu gestalten.

Aktuelle Künstlerräume
Paul Thek (Nähere Informationen hier...)
Martin Kippenberger (Nähere Informationen hier...)
Michael Heizer (Nähere Informationen hier...)
Franz Gertsch (Nähere Informationen hier...)
Albert Oehlen (Nähere Informationen hier...)

Video Studio
Von 1973 bis 1988 unterhielt das Museum Folkwang ein voll ausgestattetes Studio, um es Videokünstlern für die Arbeit zur Verfügung zu stellen. In dieser Zeit entstanden eine Reihe wichtiger Werke, die dem Besucher zusammen mit Neuerwerbungen der Medienkunst in wechselnden Präsentationen in den Räumen des Video Studios vorgestellt werden.
Video Studio I (Nähere Informationen hier...)
Video Studio II (Nähere Informationen hier...)
Video Studio III (Nähere Informationen hier...)
Video Studio IV: Videorebellen (Nähere Informationen hier...)

Kontakt
Kurator 19. und 20. Jahrhundert
Dr. Mario-Andreas von Lüttichau
T +49 201 88 45 101
mario.vonluettichau@museum-folkwang.essen.de

Kurator Zeitgenössische Kunst
Dr. Marcel Schumacher
T +49 201 88 45 303
marcel.schumacher@museum-folkwang.essen.de

Robert Delaunay
Formes Circulaires, Soleil, 1912/13
Kreisformen, Sonne
© Museum Folkwang, Essen

Gerhard Richter
Wolkenbild, No. 265
, 1970
Museum Folkwang, Essen
© Gerhard Richter

Martin Kippenberger
Tankstelle Martin Bormann, 1986
Museum Folkwang, Essen
© Estate Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

 
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