Archäologie, Weltkunst, Kunstgewerbe

Karl Ernst Osthaus hat die Sammlungstätigkeit des von ihm gegründeten Museums von Anfang an auch auf das Kunstgewerbe und die Kleinkunst gerichtet. Erste Ankäufe datieren wahrscheinlich aus der Zeit seiner ersten Tunisreise im Jahre 1897, die ihn für die Kunst und das Kunstgewerbe des Vorderen Orients begeisterte. In der Folgezeit erwarb Osthaus dann vor allem kunsthandwerkliche Objekte aus Deutschland, Europa und außereuropäischen Ländern.

Die Auswahl in den einzelnen Abteilungen des Museums bildete eher eine Mustersammlung von didaktischer Vorbildlichkeit, als dass sie an ethnologischen oder kunsthistorischen Ordnungssystemen orientiert war. Diese Sammeltätigkeit Osthaus’ und ihre Präsentation im Museum Folkwang mündeten 1909 in der epochalen Idee des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe, eine Einrichtung des Deutschen Werkbundes. Die ethnologische und kunstgewerbliche Sammlung des Museum Folkwang umfasst heute Exponate aus Europa, Afrika, Mittelamerika, Asien und der Südsee, darunter Antiken aus Griechenland und Ägypten, dem Irak und Iran, eine Fliesensammlung, eine Textilsammlung und eine Auswahl an Gläsern von der Antike bis in die Neuzeit. Bis in die 1980er Jahre hinein sind für diese Abteilung auch Ankäufe getätigt worden.

Los Carpinteros – Helm/Helmet/Yelmo
Auf Einladung des Museum Folkwang hat das kubanische Künstlerduo Los Carpinteros eine spektakuläre Arbeit geschaffen, die gleichzeitig Skulptur und Ausstellungsarchitektur ist. Die raumgreifende Installation Helm/Helmet/Yelmo dient als Ort der Auseinandersetzung mit der Sammlung Archäologie, Weltkunst, Kunstgewerbe des Museum Folkwang.

Kontakt
Dr. Nadine Engel
T +49 201 8845 101
nadine.engel@museum-folkwang.essen.de