Claude Kuhn, Satirisches. Der Fisch im Schafspelz, 2011 (Detail), © Claude Kuhn

Der Fisch im Schafspelz

Jäger und Gejagte, Beschützer und Beschützte, Haustiere und Nutztiere – Tiere spielen in unserem Leben ganz unterschiedliche, oft widersprüchliche Rollen. In Literatur und Theater, bildender Kunst und Kunsthandwerk wird das Motiv des Tieres deshalb seit Jahrtausenden wie ein Gefäß benutzt, das mit verschiedenen Bedeutungen gefüllt werden kann. In der Sammlung des Museum Folkwang reicht die Bandbreite der Darstellungen vom ornamentalen Fliesendekor bis zum Entwurf einer Kühlerfigur. So wie Pinocchio im Roman von Carlo Collodi auf den listigen Fuchs und den schlauen Kater trifft, werden Tiere aufgrund ihrer Eigenschaften zu Symbolfiguren. In Schmuckstücken oder Andachtsobjekten übertragen sie ihre Kräfte auf den Menschen; in Erzählungen und Märchen dienen sie aber auch dazu, unsere menschlichen Eigenarten zu karikieren. Insofern halten uns die hier ausgestellten Werke nicht selten einen Spiegel vor Augen.

Im Rahmen der Ausstellung КОРЕНИ/Roots/Wurzeln in der Reihe 6 ½ Wochen zeigen wir im Helm von Los Carpinteros bis zum 25. August 2019 Arbeiten der bulgarischen Künstlerin Martina Vacheva. Ihre Serie Postthracians bildet antike thrakische Goldschätze in Keramik nach und überführt deren Motive in die Gegenwart.

Hier erfahren Sie mehr zu den ausgestellten Objekten im sogenannten Helm des spanischen Künstlerpaars Los Carpinteros. Folgen Sie durch Klick der Sortierung der Achsen 1 bis 23. Die Zählung beginnt auf der linken Seite im Inneren des Helms. Auf den Detailseiten der einzelnen Achsen werden die Objekte von oben nach unten aufgeführt: