Homo Ex Machina

Symposium

6. und 7. März 2020

Die Industrialisierung erreicht im Ruhrbergbau zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die späten 1950er Jahre ihre epochalen Spitzen und hat die Region entscheidend geprägt; bis heute ist sie identitätsbildend. Die Montanindustrie sorgte für einschneidende Veränderungen der Arbeits- und Lebenswelten und verwandelte das zunächst ländliche Ruhrgebiet in eine Megametropole mit bewegter Geschichte. Diese neuen Realitäten haben sich nicht zuletzt in künstlerischen Bildwelten abgezeichnet. Es geht dabei insbesondere um die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine, denn beide rücken immer näher zusammen. Kunst wird zum Spiegel der Industrialisierung, aber auch der Technologisierung und Digitalisierung – der großen gesellschaftlichen Umbrüche. Auch sie ist Impulsgeberin für die Gegenwart. Das zweitägige Symposium nimmt angesichts der inhaltlichen Ausrichtung der Ausstellung Der montierte Mensch, die sich über 100 Jahren Kunstgeschichte widmet, Industrialisierung bis in die digitale Gegenwart und Fragen des Transhumanismus ins Visier. Als Standort des Museum Folkwang bildet das Ruhrgebiet durch seine vom Bergbau und der stahlverarbeitenden Industrie geprägten Arbeits- und Lebenswelten den Auftakt und somit den geistigen Leitfaden.
Homo Ex Machina umfasst Aspekte, Fragen und Thesen zum Thema des Menschen im Zeitstrom von Industrialisierung, Technologisierung und Digitalisierung. Behandelt wird das ambivalente Verhältnis des Menschen zu (seinen) Maschinen, von den mechanischen Anfängen bis zu den digitalen Extensionen, dem Verschmelzen mit der Technik. Unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen der künstlichen Intelligenz, die aktuell heftige Debatten über die Beherrschbarkeit der entwickelten Techniken auslösen, sowie des Diskurses um den Transhumanismus, ermöglicht nicht zuletzt der Blick ins vergangene Jahrhundert eine Revision des Sujets. Aus dieser historisch-kritischen, rhizomartigen Perspektive werden die vielfältigen Blickweisen auf das Thema sichtbar gemacht. Die international ausgewiesenen Sprecher aus den Bereichen u. a. der Kunstgeschichte, Kulturtheorie, Philosophie, Medienwissenschaften und Journalismus werden eine interdisziplinäre wie zeitgeschichtliche Aufarbeitung des Wechselverhältnisses von Mensch und Maschine bieten – und damit gleichsam die Relevanz der Fragestellung für die Gegenwart verdeutlichen.

Das Symposium findet anlässlich der Ausstellung Der montierte Mensch (8. November 2019 – 15. März 2020) statt.

Das Programm...

Zu den Abstracts...

Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung zum Symposium bis 28. Februar 2020 unter: symposium@museum-folkwang.essen.de

Das Symposium wird gefördert von

Die Ausstellung wird ermöglicht durch

Ansprache Isabel Hufschmidt

Max Hoppenstedt

Blick ins Publikum

Natasha Vita-More

Talk mit Reto Schölly, Isabel Hufschmidt und Elisabeth von Samsonow

Janina Loh

Herbert M. Hurka

Jonas Weber Herrera

Nathalie Weidenfeld

Talk mit Magdalena Kröner, Isabel Hufschmidt und Tim Cole

Pipo Tafel