The Rise of Rosie

Zwei Vorträge zu Geschlechterkonstruktion und hartnäckigen Definitionen anlässlich der Ausstellungen Marge Monko. Diamonds Against Stones und Nancy Spero.

Do, 25. April 2019, Gartensaal, 18 Uhr
What feminism can do? This is not a rehearsal
Prof. Dr. Anna-Kaisa Rastenberger, Exhibition Studies and Spatiality / Praxis-studies, University of the Arts Helsinki, Academy of Fine Arts
Vortrag in englischer Sprache

We have talked about representations, the female gaze, artists, nuns and care workers. We have talked about women’s laughter and feminist killjoys, quotas and inequality, Beyoncé and capitalism. We have talked about all these things when we have talked about feminism and photography. But what about photography exhibitions? How can a photo-based exhibition function as a feminist medium? What to focus on when viewing photographic exhibitions as places and situations where feminisms take place?
In her talk Rastenberger discusses works by photographer Marge Monko and the way they have become public. She approaches “exhibition” as an active act of displaying associated with both an opportunity to act and a responsibility for action, and as the spectators’ active and committed relationship to photographs. She talks about the acts of putting on “display” – this term entered the vocabulary of art exhibitions and has been associated with new forms of the economy and in particular ideas about (re)presentations that occur on surfaces. The word contains a loaded relationship between surface and background, and gives precedence to the former over the latter, which is more complex, challenging, and difficult to comprehend, and which is not shown, or displayed, but instead concealed.

Der Vortrag von Janeke Meyer Utne entfällt leider!
Do, 8. August 2019
Nancy Spero. Blasting the dichotomy between the universal and the particular,
Janeke Meyer Utne, Kuratorin, Lillehammer Art Museum
Vortrag in englischer Sprache

There are often hidden ideas about gender in the way we value and think about art. How does the gender dichotomy affect the notion that women and men are each other's complementary opposites in the interpretation of Nancy Spero's oeuvre? The art should point beyond the everyday here-and-now and be universal, be disinterested and universal. Is it true that the universal is detached from gender? Do beliefs about universality violate diversity, contradictions, and differences?

Marge Monko
I Don't Eat Flowers
C-print, frame
© Marge Monko

Weltweit „sammeln“. Und dann?

Provenienzforschung zu außereuropäischen Sammlungsbeständen

Do, 8. 11. 2018, 18 Uhr, Gartensaal

Provenienzforschung hat nicht unerheblich dazu beigetragen, das gesamteuropäische Bewusstsein für historische blinde Flecken zu wecken. Neben der Aufarbeitung der NS-Zeit und ihrer Folgen für den Museumsbetrieb und die Sammlungen in Deutschland stehen zunehmend außereuropäische Sammlungsbestände im Fokus der Provenienzforschung. Diese stellen die Institution Museum vor neue Herausforderungen ihres Selbst- wie Geschichtsverständnisses. Fragen nach der Herkunft, den Umständen des Orts- und Besitzwechsels der Objekte u. a. aus Asien, Afrika, Ozeanien lassen sich kaum zügig klären, der Weg der Objekte bleibt in den meisten Fällen nicht restlos erschlossen. Der Grund dafür liegt mitunter in einer mangelhaften Quellenlage, die nicht zuletzt auch an den Umgang mit kolonialer Vergangenheit geknüpft ist. Es ist eine Provenienzforschung unter anderen Bedingungen. Die Veranstaltung widmet sich in zwei Vorträgen und einer Podiumsdiskussion folgenden Fragen: Was ist die Geschichte und was sind die Wege des Sammelns außereuropäischer Objekte? Wie kann man heute effektive Provenienzforschung dazu leisten, und welche juristischen Fragen stellen sich? Ist ausschließlich ein kolonialer Kontext vorauszusetzen? Was ist die konkrete Verantwortung und demnach die Handlungsweise in einer postkolonialen Gegenwart, in gesellschaftlicher, rechtlicher wie politischer Hinsicht?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sammlungspräsentation „Weltweit sammeln“ (15. Juni bis Herbst 2018)

Mit
Sheila Heidt M.A., Syndikusrechtsanwältin/ M. A. Kunstgeschichte, Köln:
Afrikanische Objekte aus kolonialen Kontexten – Appropriationsstrategien, Diskurse und rechtliche Aspekte
Abstract Sheila Heidt

Dr. Christine Howald, TEAA - Tracing East Asian Art, Research Area „Art Market and Provenance", Technische Universität Berlin, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik:
Problematische Provenienzen? Ostasiatika in deutschen Sammlungen
Abstract Christine Howald

Moderation: Prof. Dr. Christoph Zuschlag, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professur für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart (19.-21. Jh.) mit Schwerpunkt Provenienzforschung / Geschichte des Sammelns, Kunsthistorisches Institut, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Begrüßung: Peter Gorschlüter, Direktor Museum Folkwang
Einführung: Dr. Isabel Hufschmidt, Kuratorin Museum Folkwang

Teilnahmebeitrag 5 € / 2,50 € / Mitglieder des Kunstring Folkwang frei.
Karten am Tag der Veranstaltung an der Kasse erhältlich. Begrenzte Teilnehmerzahl

Briefmarke kaiserliches Schiff Hohenzollern

Blick ins Publikum

Peter Gorschlüter, Direktor Museum Folkwang

Dr. Isabel Hufschmidt, Kuratorin Museum Folkwang

Blick ins Publikum

Prof. Dr. Christoph Zuschlag

Sheila Heidt

Dr. Christine Howald

Abschließende Podiumsdiskussion

Luigi Ghirri. Fotografie als Begehren – Podium und Workshop
Do, 21. 6. , 14–17 Uhr

1987 formulierte Luigi Ghirri in seinem Essay Thinking of a Necessary Image ein Seelenbild der Fotografie. Will man sich der Welt stellen, als Mensch zunächst, nicht als Künstler, und stellt sich ihren Bildern, steht einem die Fotografie bei, gedacht als Begehren – als Utopie. Es handelt sich hierbei nicht einfach um Facetten der Wahrnehmung, sondern umfasst ein universales Begehren und die Utopie als Formulierung von Möglichkeiten, der Welt zu begegnen. In der Notwendigkeit der Bilder. Vision, Erkenntnis und Poesie sind in diesem Zusammenhang u.a. die Schlagworte, über die sich die Veranstaltung Luigi Ghirris Bilddenken annähert.

Die Veranstaltung ist Auftakt der Reihe „Wissenschaft trifft...“. Mit der neuen Veranstaltungsreihe möchte die Gemeinschaftsinitiative „Wissenschaftsstadt Essen“ (www.wissenschaftsstadt-essen.de) Vernetzung und Dialog verschiedener gesellschaftlicher Bereiche mit der Wissenschaft in Essen fördern. Anlässlich der Ausstellung Luigi Ghirri. Karte und Gebiet laden das Museum Folkwang und die Initiative „Wissenschaftsstadt Essen“ Experten und Interessierte zu einem offenen Podium mit Workshop ein. Wissenschaftliche Kapazitäten u.a. aus dem Ruhrgebiet treffen sich im Museum Folkwang, um „Fotografie als Begehren“ (Luigi Ghirri) und die Poesie der Fotografie – bei Ghirri auch in Motiven von Fernweh und Reisen – zu thematisieren. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Studierende der Bildwissenschaften, Fotografie und Kunstgeschichte, als auch an Fach- wie Themeninteressierte.

Begrüßung
Muchtar Al Ghusain, Beigeordneter für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen

Einführung und Moderation
Dr. Isabel Hufschmidt, Museum Folkwang

Vorträge und Podium
PD Dr. Michael Anacker, Institut für Philosophie, Ruhr-Universität Bochum: "Enigmas resolved with the heart" – Von der Erfahrung in Kunst und Wissenschaft

Prof. Dr. Birgit Mersmann, Fellow am Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln: Wider die Betäubung des Blicks: Wahrnehmung und Beobachtung im fotografischen Werk von Luigi Ghirri

Dr. Alma-Elisa Kittner, Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen: Luigi Ghirri. Topographische Erkundungen in Farbe

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

      

Mit freundlicher Unterstützung von

Luigi Ghirri
Salzburg, 1977
© Eredi Luigi Ghirri

Muchtar Al Ghusain, Beigeordneter für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen

Dr. Isabel Hufschmidt, Museum Folkwang

Dr. Alma-Elisa Kittner, PD Dr. Michael Anacker, Prof. Dr. Birgit Mersmann (von links nach rechts)

Blick ins Publikum

Andre Boschem, Carsten Richter, Dr. Isabel Hufschmidt (Moderation), Muchtar Al Ghusain, Dr. Alma-Elisa Kittner, PD Dr. Michael Anacker, Prof. Dr. Birgit Mersmann, Jochen Fricke (von links nach rechts)

Luigi Ghirri
Salzburg, 1977
© Eredi Luigi Ghirri

Reine Abstraktion ist mir zu wenig, und den Naturalismus verabscheue ich.
Eine Vortragsreihe für Hans Josephsohn (1920-2012)

Im Rahmen der Ausstellung Hans Josephsohn. Existenzielle Plastik (30. 3. – 24. 6. 2018)

Do, 5. 4. 2018, 18 Uhr
Arie Hartog
, Direktor Gerhard-Marcks-Haus, Bremen
Masse und Bild, oder wie Josephsohn eine Tradition reanimierte

Do, 19. 4. 2018, 18 Uhr
Antoinette Le Normand-Romain
, Paris, ehem. Generaldirektorin des INHA (bis 2016), Paris 
La figure humaine : un défi pour les sculpteurs, de Rodin à Josephsohn (Vortrag in frz. Sprache mit Simultanübersetzung)

Do, 17. 5. 2018, 18 Uhr
Ileana Parvu
, HEAD – Genève, Professeur associé Histoire et théorie de l'art, Département des arts visuels, Genf
Gegen Matisse. Relief und menschliche Figur im Werk von Hans Josephsohn

Do, 31. 5. 2018, 18 Uhr
Christa Lichtenstern
, Berlin, Prof. em. der Universität des Saarlandes (UdS), Kunstgeschichtliches Institut, Saarbrücken
Grazie und Masse. Josephsohns neue Ausdrucksplastik

Do, 14. 6. 2018, 18 Uhr
Christian Spies
, Prof. Allg. Kunstgeschichte, Universität zu Köln 
Skulptur, Objekt, Körper. Traditionslinien des Plastischen bei Hans Josephsohn

Arie Hartog

Isabel Hufschmidt und Antoinette Le Normand-Romain

Ileana Parvu

Blick ins Publikum bei Christa Lichtenstern

Christa Lichtenstern

Nichts ist erledigt
Ein Podium zur Wirksamkeit politischer Plakate
So, 8. 4., 12 Uhr, Hirschlandsaal

Klaus Staeck sprach über das Unerledigte mit Les Schliesser und Daniela Brahm (Künstler und Raumproduzenten in Berlin), René Grohnert (Deutsches Plakat Museum), Isabel Hufschmidt (Museum Folkwang). Moderation: Stefan Koldehoff (Deutschlandfunk)

Nichts ist erledigt: Podium und Publikum zum Abschluss der Ausstellung Klaus Staeck – Sand fürs Getriebe, Museum Folkwang, 2018
Fotos: Florian Wagner

Peter Radelfinger: In der Backstube des Denkens
Lecture Performance und Installation
9. – 23. 3. 2018
In der Backstube des Denkens ist eine ernsthafte, komisch-humoristische Lecture Performance, die sich auf handfeste Weise mit den Begriffen des Denkens, mit dem Verständnis von Zeit und mit Strategien des Vorgehens beschäftigt: Teig wird geknetet, Texte und Brötchen mit Materialien montiert, und am Schluss alles in den Ofen geschoben. Die Aufführung mündete in einer zweiwöchigen Installation.

Peter Radelfinger, In der Backstube des Denkens, Lecture Performance im Museum Folkwang, © Peter Radelfinger, Fotos: Museum Folkwang

Die Ausstellung Alexander Kluge. Pluriversum (15. 9. 2017 – 7. 1. 2018) wurde von der Veranstaltungsreihe Im Rausch der Arbeit begleitet.

Do, 21.9., 18 Uhr
Des spectres hantent l'Europe
Vortrag von Georges Didi-Huberman in dt. und frz. Sprache
Karl Ernst Osthaus-Saal

Sa, 7.10., 17 Uhr
Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern.
Alexander Kluge trifft Georg Baselitz
Eine Kooperationsveranstaltung mit der lit.RUHR

Do, 26.10., 18 Uhr
Durch mehr Haare zu mehr Anerkennung
Vortrag von Ann Cotten
Gartensaal

Do, 9.11., 18 Uhr
Stellungnahme eines Kriegsministers im Schlafanzug, ratlos
Helge Schneider und Alexander Kluge
Karl Ernst Osthaus-Saal

Do, 30.11., 18 Uhr
Auf Rasiermessers Klinge
Ein Abend mit Hannelore Hoger und Sir Henry
Karl Ernst Osthaus-Saal

Do, 7.12., ganztägig
Ginge da ein Wind...

Workshop-Marathon mit Podium

Georges Didi-Huberman: Des spectres hantent l'Europe
© Museum Folkwang

Georges Didi-Huberman:
Des spectres hantent l'Europe
© Museum Folkwang

Georges Didi-Huberman: Des spectres hantent l'Europe
© Museum Folkwang

Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern. Alexander Kluge triff Georg Baselitz
Kooperationsveranstaltung mit lit.RUHR
auf dem Foto: Isabel Hufschmidt, © Museum Folkwang

Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern. Alexander Kluge (links) triff Georg Baselitz (rechts)
Kooperationsveranstaltung mit lit.RUHR
© Museum Folkwang

Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern. Alexander Kluge triff Georg Baselitz
Kooperationsveranstaltung mit lit.RUHR
© Museum Folkwang

Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern. Alexander Kluge triff Georg Baselitz
Kooperationsveranstaltung mit lit.RUHR
© Museum Folkwang

Weltverändernder Zorn. Nachricht von den Gegenfüßlern. Alexander Kluge triff Georg Baselitz
Kooperationsveranstaltung mit lit.RUHR
© Museum Folkwang

Vortrag von Ann Cotten:
Durch mehr Haare zu mehr Anerkennung
© Museum Folkwang

Vortrag von Ann Cotten:
Durch mehr Haare zu mehr Anerkennung
© Museum Folkwang

Helge Schneider und Alexander Kluge:
Stellungnahme eines Kriegsministers im Schlafanzug, ratlos
© Museum Folkwang

Helge Schneider und Alexander Kluge:
Stellungnahme eines Kriegsministers im Schlafanzug, ratlos,
auf dem Foto: Helge Schneider
© Museum Folkwang

Helge Schneider (rechts) und Alexander Kluge (links):
Stellungnahme eines Kriegsministers im Schlafanzug, ratlos
© Museum Folkwang

Auf Rasiermessers Klinge
Ein Abend mit Hannelore Hoger (Bild) und Sir Henry
© Museum Folkwang

Auf Rasiermessers Klinge
Ein Abend mit Hannelore Hoger und Sir Henry (Bild) 
© Museum Folkwang

Auf Rasiermessers Klinge
Ein Abend mit Hannelore Hoger (rechts) und Sir Henry (links)
© Museum Folkwang

Ginge da ein Wind...
Workshop-Marathon mit Podium,
auf dem Foto: Isabel Hufschmidt
© Museum Folkwang

Ginge da ein Wind...
Workshop-Marathon mit Podium,
auf dem Foto: Bert-Christoph Streckhardt
© Museum Folkwang

Ginge da ein Wind...
Workshop-Marathon mit Podium
© Museum Folkwang

Ginge da ein Wind...
Workshop-Marathon mit Podium,
auf dem Foto: Leslie Adelson und Alexander Kluge
© Museum Folkwang

Ginge da ein Wind...
Workshop-Marathon mit Podium,
auf dem Foto: Richard Langston, Rainer Stollmann und Christian Schulte
© Museum Folkwang

Ginge da ein Wind...
Workshop-Marathon mit Podium,
auf dem Foto: Sarah Morris und Alexander Kluge
© Museum Folkwang

12. 7. 2017
Helmut C. Jacobs: Gewalt und Folter bei Goya – mit einem Ausblick auf Susanna Inglada

11. 5. 2017
Gottfried Boehm: Der unbekannte Körper. Über Maria Lassnig

30. 3. 2017
Isabelle Graw: Die Liebe zur Malerei. Sonderstellung, vitalistische Phantasien und Wert des Leinwandbildes

Gottfried Boehm kurz vor seinem Vortrag im Museum Folkwang im Mai 2017