Geschichte

Karl Ernst Osthaus hat die Sammlungstätigkeit des von ihm gegründeten Museums von Anfang an auch auf das Kunstgewerbe und die Kleinkunst gerichtet. Erste Ankäufe Die große Kunstgewerbesammlung schärft den Blick für auffallende Parallelen der bildenden und der handwerklichen Kunst. Die Sammlertätigkeit Karl Ernst Osthaus' umfasste von Beginn an auch Objekte des Kunstgewerbes und der Kleinkunst. Eine Tunisreise im Jahr 1897 hat vermutlich seine Begeisterung für die materielle Kultur des vorderen Orients geweckt. Erste Ankäufe mögen aus dieser Zeit datieren. Es waren in der Folgezeit handwerkliche Objekte aller Zeiten aus Deutschland, Europa und außereuropäischen Ländern, die der zeitgenössischen Kunst neue Impulse geben sollten, aber auch der heimischen Industrie, zum Beispiel den Silberschmieden, den textil- und keramikverarbeitenden Betrieben Vorbilder und Qualitätsmaßstäbe lieferten. Die Auswahl der einzelnen Abteilungen des Museums galt eher einer Mustersammlung didaktischer Vorbildlichkeit als ethnologischen oder kunsthistorischen Aspekten.

Auch die Karl Ernst Osthaus nachfolgenden Leiter des Museum Folkwang fühlten sich dem Aufbau dieser Abteilung verpflichtet. Exponate aus allen Kontinenten und unterschiedlichsten Epochen verleihen der Sammlung ihren außergewöhnlichen Charakter.

Ägypten 
verschiedene Steingefäße, 3000-1759 v. Chr.
Museum Folkwang

Ägypten 
Fragmente eines Vorhangs, Spätantike, 4-5 Jh.
Museum Folkwang

Syrien 
Sechseckige Fliese aus größerem Fliesenfeld, zweite Hälfte 16. Jh.
Museum Folkwang

Türkei
Fliese, zweite Hälfte 16 Jh.
Museum Folkwang