Ozeanien

Die Kunst Ozeaniens ist in der Sammlung des Museum Folkwang mit 22 Werken vertreten. Die hier ausgestellten großformatigen Skulpturen stammen von der Insel New Ireland, dem ehemaligen Neu-Mecklenburg im Bismarck-Archipel, das von 1885 bis 1914 zum kaiserlich-deutschen Schutzgebiet Deutsch-Neuguinea gehörte und somit Teil der deutschen Kolonialherrschaft im Südpazifik war. Der auf Heimaturlaub in seiner Geburtsstadt Hagen weilende Franz Wiesener, kaiserlicher Polizeimeister der Kolonialverwaltung, übereignete Karl Ernst Osthaus auf Anregung von Ada und Emil Nolde diese Werke, dessen Erwerbsumstände nicht bekannt sind.
1916 wurde diese Sammlung auf Vermittlung von Lucian Schermann, dem Direktor der Münchener Ethnographischen Sammlung, durch einige Stücke aus der Sammlung der expressionistischen Künstlerin Hedwig Marquardt erweitert. In Essen wurde dieser Bestand später durch einige wenige Objekte ergänzt, darunter auch seit 1929 einzelne Dauerleihgaben aus Berliner Museen.

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Ozeanien
Malagan-Figur, Anfang 20. Jh.
Holz, geschnitzt und mit Pigmenten bemalt, Kittmasse, pflanzliche Fasern
Schenkung Franz Wiesener 1915 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen

Ozeanien
Malagan-Figur, um 1912
Holz, geschnitzt und mit Farbpigmenten bemalt
Schenkung Franz Wiesener 1915 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen

Ozeanien
Uli-Figur vom Typ selambúngìn lórong, 19. Jh.
Holz, geschnitzt und bemalt, Wachs/Harzmasse, Pflanzenfasern, Muschel/Schnecke, Molluskenschale, Kitt, pflanzliche Fasern
Leihgabe des Ethnologischen Museums – Staatliche Museen zu Berlin seit 1929

Fotos: Museum Folkwang und Hans Hansen, 2009-2018