Workshops zur Sammlung

Malerei, Skulptur, Medienkunst

Workshops für Schulklassen verbinden die Auseinandersetzung mit den Originalen mit bildnerisch-praktischem Arbeiten in den Werkräumen des Museums.

Dauer 120 Minuten
Kosten 55 €

Anmeldung und Terminabsprache im Besucherbüro erforderlich.
T 0201 8845 444

Wer hat Angst vor Rot, Gelb und Blau?
Was passiert, wenn ein wildes Rot auf ein ruhiges Blau trifft und ein zickiges Gelb das Blau zum Kampf auffordert? Ihr beobachtet auf den Gemälden von Mark Rothko, Barnett Newman und anderen Künstlern die Ausdrucks- und Wirkungsmöglichkeiten von Farben und Farbbeziehungen. Die Geschichte von den Farben ist Anlass für ein großes Gemeinschaftsbild, das Ihr im Anschluss mit Wasserfarben malt.
Klasse 1 – 2

Haltung!
Verdreht, überspannt, gekrümmt, gedrungen, verschränkt… Ihr erforscht die extremen Körperhaltungen der Skulpturen von Auguste Rodin und Thomas Schütte, indem ihr sie nachstellt, übertreibt und erweitert. Welche Eindrücke ergeben sich? Wie unterscheiden sich diese Posen von denen, die die Figuren auf Gemälden einnehmen? Ihr übertragt Eure Beobachtungen in haltungsstarke Figuren aus Ton.
Klasse 1 – 13

Farbe!
Es geht um Farbe, nichts als Farbe. Welche Funktion hat Farbe, wenn sie sich vom Gegenstand löst? Wann wirkt Grün sanft, wann wirkt es satt und wann giftig? Ihr erkundet die Gemälde des Abstrakten Expressionismus und der Minimal Art, in denen Farbe zum Hauptausdrucksmittel wird und zugleich Form und Inhalt der Malerei ist. Die Großformate u.a. von Mark Rothko, Frank Stella oder Kenneth Noland fordern zu eigenen malerischen Versuchen mit Farbfeldern heraus.
Klasse 1 – 13

Die Fenster zur Stadt – Urbanität
In einer großen Stadt gibt es viel zu sehen, und vieles geschieht gleichzeitig. Der Maler Robert Delaunay beobachtete 1912 wie sich die Stadt Paris vor seinem Fenster veränderte und hielt dieses in Gemälden fest. Auch Ihr werft einen Blick nach draußen. Was passiert auf der anderen Straßenseite? Was sieht man, wenn man von außen ins Museum hineinschaut? Eure Ausblicke und Einblicke haltet Ihr in Folienzeichnungen fest. Mit ein paar Tricks kombiniert Ihr anschließend verschiedene Ansichten von Museumsarchitektur und Nachbarschaft in einem Bild.
Klasse 1 – 13

Doppelbildnis – Bilder von Freundschaft und Familie
Oma und Opa, Mutter und Kind, Kain und Abel, Lotte und Ingeborg… Es gibt viele Gelegenheiten, zwei Personen in einem Bild zusammenzubringen. Auf welche Weise stellen Künstler_innen die Beziehung zweier Menschen zueinander dar? Wie drückt man Zuneigung und Nähe, wie Feindschaft oder Konflikt in einem Doppelporträt aus? Und wie verhalten sich Selbst- und Fremdwahrnehmung zueinander? In der Sammlung experimentiert Ihr mit gegenseitigen Porträtskizzen. Im Werkraum findet Ihr Euch zu zweit zusammen und druckt Porträts mit Plexiglasplatten, die Euch mit Eurem besten Freund oder Eurer besten Freundin zeigen.
Klasse 1 – 13

Die Welle – Naturgewalten im Bild
Wie klingt ein Regenbogen? Und wie ein Wolkenhimmel? In der Sammlung nähert Ihr Euch Landschaftsbildern auf ungewöhnliche Weise, indem Ihr Eure Seheindrücke mit Hilfe von Keyboards und anderen Instrumenten vertont. Im Werkraum kehrt Ihr das Zusammenspiel von Klängen und Farbe um und gestaltet großformatige Bilder zu Naturgeräuschen und Musik. Malerische Experimente mit Pinseln, Schwämmen oder Rollen bannen die Wucht der Naturgewalten ins Bild.
Klasse 1 – 13

Chance and Order – Konstruktionen aus Fläche und Raum
Abstrakte Bilder wirken häufig anders, je nachdem, wie man darauf schaut: Kenneth Martins Bild Chance and Order sieht aus als hätte man Bauteile auf dem Boden verstreut oder das Zifferblatt einer Uhr so geschüttelt, dass Zahlen und Zeiger durcheinander geraten sind. Dabei folgt es einer strengen Logik, die auf den zweiten Blick ersichtlich wird. Peter Halleys Bilder lassen sich als abstrakte Farbkompositionen lesen oder wie ein Grundriss oder Stadtplan anschauen. Und bei Josef Albers treten die Quadrate je nach Farbton in den Vordergrund oder nach hinten. Ihr gestaltet Klebebilder und druckt mit geometrischen Formen. Dabei experimentiert Ihr mit Farbtönen, Achsen und Überlagerungen: Wie kann man eine flächige Wirkung erzeugen? Wie ergibt sich ein Tiefenraum? Überwiegt der Zufall oder die Systematik?
Klasse 1 – 13

Alle reden vom Wetter – Kunst, Werbung und Medien
Hier geht es um laute Botschaften und schöne Oberflächen: Von August Mackes gemalter Schaufensterauslage über Andy Warhols Suppendosen bis zu umstrittenen Kampagnen entdecken wir Reklamebilder und -strategien. Im Werkraum gestaltet Ihr eigene Bilder aus Werbeplakaten und Verpackungsmaterial, Mode- und Musikzeitschriften und vervielfältigt sie am Kopierer. Wollt Ihr ein fiktives Produkt bewerben oder die Werbeindustrie kritisch aufs Korn nehmen?
Klasse 5 – 13

Körperformen – Malen nach Modell
Menschen zu zeichnen oder zu malen lernt man am besten, indem man sie genau betrachtet. In diesem Workshop steht Euch ein (bekleidetes) Modell zur Verfügung, an dem Ihr verschiedene Haltungen und Körperteile studieren könnt. In schnellen Skizzen mit Kohle, Kreiden oder flüssiger Farbe haltet Ihr Umrisslinien und Farbwerte fest und schult Euren Blick für Perspektive und Proportionen. Gemälde und Skulpturen in der Sammlung liefern Euch weitere Anregungen.
Klasse 8 – 13

Kleider machen Leute 
Nicht immer kann man von reinen Äußerlichkeiten auf die sozialen und finanziellen Verhältnisse des Einzelnen schließen. Markenklamotten erwecken den Anschein reich zu sein. Löcher in der Hose könnten auf Armut hinweisen, doch manchmal gehören sie auch zum individuellen Style des Einzelnen. Gleichzeitig können Geschlechterrollen über Kleidung verfestigt werden, die nicht immer zutreffend sind. Im Atelier entwerfen wir aus Stoffresten eigene Outfits für die Figuren aus der Sammlung.
Klasse 1 – 10