Interventionen, Aufführungen,
Konzerte

Tragisch
Ein Rundgang durch die Ausstellung Nancy Spero mit dramatischen Interventionen
Fr, 5.7. und Fr, 9.8., je 18–19.30 Uhr
Kassandra, die Seherin, deren Prophezeiungen kein Gehör finden. Medea, die aus Rache an ihrem untreuen Ehemann ihre eigenen Kinder tötet. Penthesilea, die Amazone, die im Kampf gegen Achill fällt, den sie zugleich hasst und liebt … Die Stoffe der griechischen Antike sind voll von streitbaren, widerständigen, tragischen Frauenfiguren. In kurzen szenischen Interventionen in der Ausstellung Nancy Spero kann man einigen von ihnen begegnen.

Teilnahmebeitrag: 3 € / 1,50 €. Zuzüglich Eintritt.

Und Vietnam und
Lesung zur Ausstellung Nancy Spero
So, 25.8., 15 Uhr
Nancy Spero war eine wache Zeitgenossin und aufmerksame Leserin. Berichte über den Vietnamkrieg fanden ebenso Eingang in ihre Arbeiten wie griechische Mythen und Dramen oder Texte moderner Theaterautoren wie Brecht und Artaud. In der Lesung gehen wir den Spuren ihrer Lektüre in Speros Werken nach. Mit Erich Frieds Vietnam-Gedichten und Christa Wolfs Umdeutung antiker Frauenfiguren wie Kassandra und Medea kommen auch zwei Schriftsteller_innen zu Wort, die sich ähnlich wie Spero engagiert und kritisch zu ihrer Gegenwart äußerten.

Teilnahmebeitrag: 10 € / ermäßigt 5 € / Kunstring Folkwang: 5 €. Karten am Tag der Veranstaltung an der Kasse erhältlich. 

Benefiz-Konzert der Folkwang Musikschule für Familien
Sa, 14.9., 16 Uhr
Mit Kompositionen für Gitarre und Gitarrenorchester von Timothy Phelan, Roland Dyens, Maximó Diego Pujol, Thomas Hanz, Andrew York und Jaime Zenamon (UA)
Ein Programm mit dem GitarrenOrchesterRuhr. Es musizieren 22 Lehrkräfte für Gitarre aus den Städten Dortmund, Essen, Hamm und Soest. Gesamtleitung: Detlef Neumann
Für Familien mit Kindern ab 10 Jahren geeignet.

Teilnahme kostenfrei. Es wird um Spenden für die KIKUMU – Ulrike Nitschmann-Stiftung gebeten, die kulturelle Projekte für Kinder im Museum Folkwang und der Folkwang Musikschule unterstützt.

Candice Breitz – Love Story
Mi, 18.9. – Sa, 21.9., 19.30 Uhr
In Love Story (2016) erzählen sechs Menschen von Unterdrückung, Gewalt und der Flucht aus ihren Heimatländern. Die südafrikanische Künstlerin Candice Breitz gibt ihnen in den Interviewfilmen eine Stimme und verleiht ihnen eine Sichtbarkeit. In einem gesonderten Raum zeigt sie ihre Geschichte erneut, dieses Mal spielen die Hollywood-Schauspieler Julianne Moore und Alec Baldwin Szenen aus den Interviews nach. Die Gegenüberstellung wirft Fragen der medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit auf: Wem wird zugehört? Wer ist sichtbar? Welche Geschichten bewegen uns? Wie entsteht Empathie? Zum ersten Mal verleiht Breitz ihrer Installation einen Aufführungscharakter. Zunächst schauen die Besucher_innen gemeinsam die rasante Collage mit Alec Baldwin und Julianne Moore, anschließend können sie im Nachbarraum die sechs Interviewfilme erkunden.

In Kooperation mit der Ruhrtriennale. Gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Teilnahme kostenfrei. Nur mit Anmeldung unter ruhr3.com/breitz