Bestandsprojekt Museum Folkwang
Zugänge 1933–1945 und 1946–1970
(Malerei, Bildhauerei)
01.10.2019–30.09.2020

Seit 1. Dezember 2016 wurden die Bestände Malerei, Bildhauerei und Grafik des Museum Folkwang systematisch gesichtet und gemäß der Farbskala vorkategorisiert sowie priorisiert. Auf diese Weise konnte ein Prüfungsbedarf bezüglich NS-verfolgungsbedingtem Entzug für die Bestände des Hauses erstmals statistisch festgehalten werden. Am 1. Oktober 2019 startete hierzu ein Projekt, das sich zunächst mit den Bereichen Malerei und Bildhauerei befasste. Die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg, geförderte Untersuchung markiert dabei den Auftakt für die integrale und systematisierte sowie nach außen transparent vermittelte Bestandsüberprüfung auf NS-verfolgungsbedingten Entzug. Objektkonvolute, die zwischen 1933 und 1945 sowie zwischen 1946 und 1970 in den Besitz des Museum Folkwang kamen, wurden der Prüfung unterzogen.

Der Ablauf der Untersuchungen vom 01.10.2019 bis 30.09.2020 für 114 Objekte teilte sich in vier Phasen:

Projektphase 1 umfasste die Objekt- und Rückseitenuntersuchung sowie fotografische Dokumentation unter paralleler Einbeziehung der auf Grundlage der Vorprüfung bereits vorliegenden Objekt- und Provenienzinformationen.

Projektphase 2 legte den Fokus konzentriert auf die Auswertung hauseigener Materialien, Archivalien und die Erstellung einer Recherchebibliografie sowie auf eingehende Datenbankchecks.

Projektphase 3 widmete sich vornehmlich der externen Tiefenrecherche inklusive Reisetätigkeit.

Projektphase 4 beinhaltete die Synthese und finale Dokumentation, Auswertung, Ergebnisbericht und Präsentation.

Projektleitung: Isabel Hufschmidt
Mitarbeiterin: Anna Baumberger

Ein Förderprojekt des

 

Siehe hierzu auch:
Sammlungsgeschichten II
Provenienzforschung im Museum Folkwang
Erhältich im Shop des Museum Folkwang...