dis order

Ordnung – Unordnung

In der Sammlung des Museum Folkwang spiegelt sich eines der Konzepte der Moderne: die Gestaltung nach einer abstrakten visuellen Ordnung. Welche Relevanz hat dieses Konzept heute? Raster und Streifen prägen unseren Alltag und finden sich in der uns umgebenden Architektur wieder. In den Fotografien von Andreas Gursky etwa scheint die strenge, geometrische Ordnung unserer Gegenwart ins Endlose gesteigert: Agrarindustrien, Fabrikhallen, Supermärkte, Bürokomplexe, Hotels. Die industriell rationalisierten Formen bilden ein „All-Over“ unseres Alltags.

Zugleich machen neue Technologien die Darstellung von Mustern möglich, die auf den ersten Blick chaotisch und irritierend wirken, wie etwa Netzwerke und Fraktale. Visuelle Ordnungen und Unordnungen bedingen sich und gehen ineinander über. Die Brechungen, das Unregelmäßige und Zufällige in den Strukturen versprechen eine Offenheit und Beweglichkeit jenseits starrer Muster. Wie kommt es zu dieser Gleichzeitigkeit von visueller Ordnung und Unordnung?

 

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Andreas Gursky
Beelitz, 2007
C-Print, Diasec
© Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Courtesy Sprüth Magers, Berlin London