Nam June Paik Award 2016

Die Nominierten

Internationaler Preis 2016

Lawrence Abu Hamdan / Preisträger 2016
Zusätzlich zu seiner Auswahl als Künstler für die Armory Show 2015, war Abu Hamdans Arbeit auch in der New Museum Triennale in New York zu sehen. Sein Video The All-Hearing, 2014, wurde für das 44. Internationale Film Festival Rotterdam ausgewählt. Seine Arbeiten sind Teil der Sammlungen des Museum of Modern Art, New York, des Van Abbemuseum in Eindhoven und des Arts Council in England.
2013 wurde Abu Hamdans Audio-Dokumentation The Freedom of Speech Itself als Beweis beim UK Asyl-Tribunal eingereicht, wo der Künstler dazu aufgerufen wurde, als Sachverständiger auszusagen. Auch danach setzt er sich weiterhin mit akustischen Analysen für juristische Untersuchungen und Verteidigungen auseinander – in der jüngsten Vergangenheit war sein Werk ein bedeutender Bestandteil der No More Forgotten Lives-Campagne für Defence for Children International. Die forensischen Audio-Untersuchungen des Künstlers sind Teil seiner Forschung für das Forensic Architecture-Institut am Goldsmith College in London. Dort ist er sowohl Doktorand als auch Lehrbeauftragter. Abu Hamdans schriftliche Veröffentlichungen sind unter anderem im Sternberg Verlag, im Manifesta Journal und dem Cabinet Magazine zu finden. Die Installation Earshot, für die Abu Hamdan den Nam June Paik Award 2016 erhielt, wurde im Frühjahr 2016 im Portikus, Frankfurt gezeigt.

Lawrence Abu Hamdan vor der Installation seiner Arbeiten Earshot, 2016 und Rubber Coated Steel, 2016 im Museum Folkwang 2016
Courtesy of the artist
Foto: Lutz Leitmann/Kunststiftung NRW

Trisha Baga
Trisha Baga (geb. 1985 in Venice, Florida) lebt und arbeitet in New York City. Sie besuchte die Cooper Union School of Art (BFA 2007) und die Milton Avery Graduate School of the Arts (MFA 2010). Ihre Arbeiten sind auch in der Dauersammlung des Hessel Museum of Art (Annandale-on-Hudson, New York) zu finden.

Trisha Baga vor der Installation ihrer Arbeit MS Orlando, 2015 im Museum Folkwang 2016
Courtesy of the artist and Société Berlin
Foto: Lutz Leitmann/Kunststiftung NRW

Neïl Beloufa
Der französisch-algerische Künstler Neïl Beloufa wurde 1985 in Paris geboren. Er hat an folgenden Hochschulen studiert: an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris, der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris, dem California Institute of the Arts, Valencia, der Cooper Union in New York und dem Le Fresnoy– Studio National des Arts Contemporain in Tourcoing, Frankreich.
2015 wurde er für den Prix Marcel Duchamp nominiert. Beloufa hat zahlreiche weitere Auszeichnungen erhalten, wie z. B. den Meurice Prize for Contemporary Art (Paris 2013), den Audi Talent Award (Paris 2011) sowie den Prix Studio Collector von Agnes b., Paris und Le Fresnoy (Tourcoing 2011). Außerdem wurde er auf den 54. und 57. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen, Deutschland, und auf dem portugiesischen Filmfestival IndieLisboa jeweils mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

Neïl Beloufa vor der Installation seiner Arbeit Vengeance, 2014 im Museum Folkwang 2016
Courtesy of the artist
Foto: Lutz Leitmann/Kunststiftung NRW

Katja Novitskova
Katja Novitskova, (geb.1984 in Talinn, Estland) lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam. Sie hat am Sandberg Instituut, Amsterdam, Grafikdesign studiert und an der Universität Lübeck (2007) einen Magister der Naturwissenschaften erworben. 2017 wird sie Estland auf der 57. Biennale von Venedig repräsentieren.

Katja Novitskova inmitten ihrer Installation im Museum Folkwang 2016
Courtesy of the artist and Kraupa-Tuskany Zeidler
Foto: Lutz Leitmann/Kunststiftung NRW

Nationaler Preis 2016

Malte Bruns
Malte Bruns wurde 1984 in Bielefeld geboren. Nach seinem Studium 2006-2009 an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe im Bereich der Medienkunst bei Elger Esser schloss er 2009-2014 das Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Georg Herold an. 2012 war er als Gaststudent an der Akademie der Bildenden Künste München bei Stephan Huber. Als Meisterschüler bei Georg Herold erhielt Bruns 2014 den Akademiebrief.

Henning Fehr & Philipp Rühr
Philipp Rühr (geboren 1986 in Brühl) und Henning Fehr (geboren 1985 in Erlangen) lernten sich während des Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Christopher Williams kennen. Seit 2011 arbeiten sie gemeinsam an künstlerischen Projekten, wobei ihr bevorzugtes Medium der Film bzw. das Video ist. Besondere Aufmerksamkeit erfährt unter anderem die Präsentationsform ihrer filmischen Arbeiten, die sie in ein Verhältnis zum Kinoraum bzw. zur Black Box setzen. Ihr Ziel dabei ist es, angemessene Präsentationsweisen für ihr filmisches Werk im Ausstellungskontext zu erarbeiten. So versuchen sie, Situationen zu schaffen, in denen die Besucherinnen des jeweiligen Ausstellungsraums eingeladen werden, zu verweilen und sich auf eine langsamere Betrachtungsweise einzulassen. Das kontemplative Tempo ihrer Filme bleibt dabei nie Selbstzweck, sondern öffnet einen zeitlichen Raum, der es der Betrachterin erlaubt, die äußerst spezifischen Einzelbilder miteinander in Beziehung zu setzen.

Tamaki Watanabe & Walter Zurborg
Die Kooperation von Tamaki Watanabe und Walter Zurborg besteht seit 2010.
Walter Zurborg (geb. 1980 in Vechta) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig Klangkunst und Bildhauerei. 2009 schloss er als Meisterschüler bei Ulrich Eller ab.
Tamaki Watanabe (geb. 1974 in Kobe, Japan) studierte zunächst Malerei an der Musashino Art University in Tokio und danach von 2005 bis 2010 Bildhauerei und Klangkunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. 2010 war sie ebenfalls Meisterschülerin bei Ulrich Eller.

In der Ausstellung:
Preisträger Nationaler Preis 2014

Manuel Graf
Manuel Graf (geboren 1978, in Bühl, Baden) lebt und arbeitet in Düsseldorf. 2015 zeigte er in Kollaboration mit der TwoDoCollection die Doppelgaengers, Objekte, die 3D-Animation skulptural verarbeiten, im Neuen Aachener Kunstverein, NAK, Aachen. Außerdem eröffnete er die gemeinsam mit Hans-Jürgen Hafner konzipierte transhistorische Ausstellung Die Kunst der Türken im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf.
Seine Animationen wurden unter anderem im Institute of Contemporary Art, ICA, London, im Palais de Tokyo, Paris, South London Gallery, in Kunst-Werken Berlin sowie im Filmmuseum in Wien und im Künstlerhaus Bethanien in Berlin gezeigt.