29. Mai 2026, Folkwang und darüber Hinaus. Paul Vogt zum 100. Geburtstag
Als Direktor des Hauses (1963–1988) entwickelte Vogt ein innovatives Ausstellungskonzept, das internationale Strömungen der Moderne mit den spezifischen Traditionen des Folkwang in Dialog brachte. Seine großen Retrospektiven und thematischen Überblicksausstellungen machten das Museum zu einem zentralen Ort der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Zugleich setzte Vogt Maßstäbe für die museale Vermittlung und für den Aufbau der Fotografischen Sammlung, die bis heute zum Kernbestand des Hauses zählt. Die Tagung möchte Vogts Wirken in seiner Vielschichtigkeit neu beleuchten – zwischen Ausstellungspraxis, Sammlungspolitik, wissenschaftlicher Autorenschaft und kulturpolitischem Engagement. Fachvertreter:innen aus Museen, Universitäten und der kuratorischen Praxis diskutieren Vogts Positionen im Kontext der deutschen Museumslandschaft der Nachkriegszeit und fragen nach ihrer Relevanz für die heutige museale Arbeit.
Teilnahme kostenfrei.
Anmeldung bis zum 22.5. an: symposium@museum-folkwang.essen.de
PROGRAMM
Freitag, 29.05.2026
13:30 | Einlass, Registrierung
13:50 | Begrüßung durch Prof. Peter Gorschlüter, Direktor Museum Folkwang und Mathilde Heitmann-Taillefer, Forschungskuratorin Museum Folkwang
14:00 – 15:30 | Panel 1 – Sammeln
Leitung: Dr. Daniela Stöppel (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Impulsvortrag von Dr. Nadine Engel (Museum Folkwang)
Dr. des. Melanie Lange (Museum Folkwang): Das Museum Morsbroich Leverkusen. Ein Prisma der Zeitgenossenschaft von bildender Kunst und gesellschaftlichem Neuanfang
Dr. Sylvia Martin (Kunstmuseen Krefeld): „Museen sind immer revisionsbedürftig“. Paul Wember als Direktor der Kunstmuseen Krefeld 1947 bis 1975
15:15 – 15:45 | Kaffeepause
15:45 – 17:30 | Panel 2 – Ausstellen
Leitung: Dr. Fiona McGovern (Ruhr-Universität Bochum)
Impulsvortrag von Dr. Hans-Jürgen Lechtreck (Museum Folkwang)
Dr. Brigitta Coers (documenta archiv): Im Schatten der documenta. Sammlung und Kanon
Dr. Tanja Pirsig-Marshall (Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund): Britische Bildhauerkunst als Ausdruck westlicher Werte im Kalten Krieg
Dr. Regina Wenninger (Uffing am Staffelsee): „Tafelschmuck des Osthandels“? Polnische Gegenwartskunst am Museum Folkwang in den 1960er-Jahren und darüber hinaus
17:30 – 18:00 | Kaffeepause
18:00 – 19:30 | Panel 3 – Vermitteln
Leitung: N.N.
Impulsvortrag von Peter Daners (Museum Folkwang)
Dr. Kristina Kratz-Kessemeier (Berlin): An der Schnittstelle des ästhetischen Bildungsorts Museum – zum museumspolitischen Wirken von Paul Vogt im Deutschen Museumsbund, in UNESCO und ICOM zwischen 1950er- und 1970er-Jahren
Dr. Sarah Sandfort (Museumszentrum Quadrat, Bottrop): Treffpunkt Museum. 'Bilden' als neue Aufgabe am Beispiel des Museumszentrum Quadrat (1976)
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