TRANSITORIAL SPACES – Interdisziplinäre Konferenz am 16. und 17. Januar 2026 – DAS PROGRAMM
16. JAN: Universität Duisburg-Essen, Campus, Essen, Bibliothekssaal
17. JAN: Museum Folkwang, Gartensaal
Zu Beginn der 1940er Jahre kreuzten sich in Marseille, auf den umgebauten Frachtern des Emergency Rescue Committee (ERC) und an den unterschiedlichen temporären Aufenthaltsorten entlang der transatlantischen Fluchtrouten die Wege zahlreicher Kunstschaffender und Intellektueller, die der Nationalsozialismus in die Emigration zwang. Zwei zeitgleich am Museum Folkwang anzutreffende Perspektiven auf jene transitorischen Räume des Exils, Germaine Krulls schriftliche und visuelle Zeugnisse aus dem Kontext ihrer eigenen Überfahrt von Marseille nach Martinique (1941) und William Kentridges filmische Arbeit To Cross One More Sea (2024), die sich auf ebendiese Schiffspassage auf der Capitaine Paul-Lemerle bezieht, bilden den Ausgangspunkt der interdiziplinären Konferenz.
Konzeption und Organisation:
Kerstin Meincke, Universität Duisburg-Essen / Peter Daners und Petra Steinhardt, Museum Folkwang, Essen
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch
ANMELDUNG
Teilnahme kostenfrei, begrenzte Teilnehmer:innenzahl,
Anmeldung erforderlich unter: symposium@museum-folkwang.essen.de
PROGRAMM
16. JAN 2026, UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN
Campus Essen, Bibliothekssaal (R11 T00 K18)
14.30 – 14.45 | Peter Daners, Kerstin Meincke, Petra Steinhardt: Begrüßung und Programmvorstellung
MARSEILLE – „EIN RIESIGER BIENENSTOCK, WO DAS BÖSE NEBEN DEM GUTEN BESTEHT“ – KÜNSTLERISCHE REFLEXIONEN
14.45 – 15.45 | Michaela Melián, München / Marseille: Passagen – Passages
Künstler:innengespräch (Moderation: Sebastian Freytag / Kerstin Meincke / Thomas Seelig)
16.00 – 16.45 | Anna Sophia Messner, Düsseldorf: Encountering the Port City of Marseille as a Transitorial Space. Visual Histories and Artistic Reflections after 1933 (EN) (Moderation: Mathilde Heitmann-Taillefer)
DIE PASSAGE MARSEILLE – MARTINIQUE: MEDIATISIERUNGEN, REFLEXIONEN UND NETZWERKE
TEIL 1
17.15 – 17.45 | Mihriban Cürük, Niklas Dachmann, Pia Jodeleit, Sujon Lee, Johannes Porwoll / Studierende der Universität Duisburg-Essen und Teilnehmende der Lehrveranstaltung Germaine Krull lesen im WS 2025/26: Perspektiven auf die Passage mit der Capitaine
Paul-Lemerle: Szenische Lesung (Moderation: Katharina Beek)
18.00 – 18.45 | Deborah Dash Moore, Ann Arbor, Michigan: The Ship of Photographers (EN, Zoom) (Moderation: Kerstin Meincke)
17. JAN 2026, MUSEUM FOLKWANG
Gartensaal
Einlass und Garderobe ab 10.00 Uhr
10.15 – 10.30 | Peter Daners, Kerstin Meincke, Petra Steinhardt: Begrüßung und Programmvorstellung
DIE PASSAGE MARSEILLE – MARTINIQUE: MEDIATISIERUNGEN, REFLEXIONEN UND NETZWERKE
TEIL 2
10.30 – 11.15 | Martin Schieder, Leipzig: Rien ne va plus! Die Passage ins Exil als Spiel (Moderation: Peter Daners)
11.30 – 12.15 | Adrian Djukić, München: „Non-merci“ von Martinique bis Marseille. Die interessanten Verbindungen der Zeitschrift Tropiques (Moderation: Kerstin Meincke)
12.15 – 13.45 | Mittagspause und Gelegenheit zum Besuch der Ausstellungen William Kentridge: Listen to the Echo und
Germaine Krull: Chien fou. Autorin und Fotografin
13.45 – 14.30 | Tobias Burg, Essen: „Why is this age worse than others?“ William Kentridge. To Cross One More Sea
(Moderation: Petra Steinhardt)
MARSEILLE 1940: DIE GROSSE FLUCHT DER LITERATUR
15.00 – 16.30 | Uwe Wittstock, Frankfurt am Main: Lesung aus seinem gleichnamigen Buch (Moderation: Peter Daners)
Ausklang und Apéro
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