Ausstellung der Gewinner:innen – 100 Beste Plakate 25 im SANAA Gebäude auf Zollverein

Vom 3. Juli bis 2. August 2026 zeigt das Deutsche Plakat Museum auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein die Ausstellung 100 Beste Plakate 25 Deutschland Österreich Schweiz. Präsentiert werden die prämierten Entwürfe des größten Plakatwettbewerbs im deutschsprachigen Raum. Die Ausstellung entsteht in Zusammenar-beit mit 100 Beste Plakate e.V., dem Museum Folkwang, der Stiftung Zollverein und der Folkwang Universität der Künste. Der Eintritt ist frei.

100 Beste Plakate 25 Deutschland Österreich Schweiz versammelt die ausgezeichneten Arbeiten des Wettbewerbsjahrgangs 2025 und eröffnet einen konzentrierten Blick auf die aktuelle Plakatgestaltung und Designtrends im deutschsprachigen Raum. Da einige der prämierten Serien mit mehreren Motiven vertreten sind, umfasst die Präsentation insgesamt 159 Plakate.

Die Präsentation in Essen ist die zweite Station der internationalen Tournee, die in Berlin begann. Seit 2008 ist das Deutsche Plakat Museum im Museum Folkwang Partner des Wettbewerbs und präsentiert jährlich die prämierten Plakate. In diesem Jahr erneut auf dem Gelände des UNESCO Welterbes, lädt die Ausstellung dazu ein, die Vielfalt aktueller Plakatgestaltung zu entdecken und die ausgezeichneten Arbeiten des Jahrgangs 2025 in ihrer ganzen Bandbreite zu erleben. Im Anschluss wandern die ausgezeichneten Arbeiten in weitere Institutionen im In- und Ausland.

Jury und Auswahl
Die Auswahl der „100 Besten Plakate“ lag in den Händen einer international besetzten Jury. Ihr gehörten 2026 Enrico Bravi (Wien), Malte Martin (Paris), Sascia Reibel (Berlin), Sven Tillack (Stuttgart) und Annik Troxler (Riehen bei Basel) an. Zur Auswahl standen insgesamt 2.297 Einzel- und Serienplakate von 676 Studios und Grafikdesigner:innen.

Die fünfköpfige Jury prämierte 30 Arbeiten aus Deutschland, 8 aus Österreich und 62 aus der Schweiz von Auftragsarbeiten bis zu studentischen Projekten. Gestalterisch zeigt sich 2025 als ein Jahrgang, der sowohl mit minimalistischer Typografie und Schwarz-Weiß-Kontrasten als auch mit großen Bildgesten und expressiven Farbkonstellationen überzeugt. Die Auswahl zeigt, wie sich das Plakat als Medium zwischen visueller Verdichtung, experimenteller Typografie und narrativen Bildstrategien bewegt – und wie es auf gesellschaftliche, kulturelle und ästhetische Entwicklungen reagiert.

Der Anteil an ausgezeichneten Kulturplakaten bleibt unverändert hoch: Mehr als 80 Prozent der Entwürfe bewerben Konzerte, Theaterproduktionen, Museumsausstellungen und weitere kulturelle Veranstaltungen. Ergänzt wird die Auswahl durch politische, jedoch nicht parteipolitische Plakate; unter den ausgezeichneten Arbeiten befinden sich zudem Entwürfe von Studierenden. Besonders stark ist in diesem Jahrgang die Zielgruppenfokussierung in der Gestaltung zu erkennen. Wer nicht unmittelbar adressiert wird, erschließt den Inhalt oft erst auf den zweiten Blick. Das trifft sowohl auf Plakate der Clubkultur als auch auf Museumsplakate zu. Die Verteilung der ausgewählten Plakate auf die drei deutschsprachigen Länder ist bereits anhand der Formate ersichtlich: Rund 80 Exemplare präsentieren sich im Schweizer Weltformat.

Grafikdesign mit Haltung
Die diesjährige Auswahl nimmt auch wieder gesellschaftskritische Inhalte in den Blick. Das Plakat zeigt sich als Medium mit starker Botschaft: Es fordert zum Umdenken und Widerstand auf, setzt sich für Menschenwürde und queere Rechte ein und wendet sich gegen Ausgrenzung und politische Gleichgültigkeit. Damit behauptet es seine Kraft als öffentlicher Träger visueller und politischer Botschaften.

Materialitäten und Gestaltungspraxis
Auffällig ist zudem die große Bandbreite an analogen und digitalen Techniken, die in die aktuelle Plakatgestaltung einfließen. Risografie und Siebdruck stehen neben Pen-Plotter, fotografischen Collagen, handschriftlichen Setzungen und experimentellen Materialien. Das Plakat erscheint nicht primär als Werbeträger, sondern vor allem als Feld künstlerischer Praxis.

Der Wettbewerb
Der Wettbewerb 100 Beste Plakate des Jahres. Deutschland Österreich Schweiz wird seit 2001 international ausgeschrieben und gilt heute über den deutschsprachigen Raum hinaus als wichtige Instanz aktueller Plakatgestaltung. Er geht auf eine Initiative aus dem Jahr 1966 zurück und dokumentiert kontinuierlich die Entwicklung des Mediums in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zahlreiche Grafikdesigner:innen, Studierende, Agenturen, Büros, Auftraggeber und Druckereien beteiligen sich jährlich.

Zur Ausstellung erscheint das Jahrbuch „100 Beste Plakate 25 D A CH“ bei Slanted Publishers, Preis: 35 €

Eine Ausstellung des 100 Beste Plakate e.V., Berlin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Plakat Museum im Museum Folkwang, der Stiftung Zollverein und der Folkwang Universität der Künste.

Information 
100 Beste Plakate 25
Deutschland Österreich Schweiz
3. Juli – 2. August 2026 
Eröffnung am 2. Juli, 18 Uhr 
UNESCO-Welterbe Zollverein, SANAA-Gebäude, 1. OG, Gelsenkirchener Straße 209, 45309 Essen 
Öffnungszeiten: täglich von 12 – 18 Uhr 
Der Eintritt ist frei

Allgemeine Informationen, die Gewinner:innen des diesjährigen Wettbewerbs und ein umfassendes Online-Archiv ab dem Jahrgang 2001 sind auf der Website www.100-beste-Plakate.de zu finden. 

Die Veranstaltungen zur Ausstellung sind veröffentlicht unter www.museum-folkwang.de

Anreise 
Anreise mit dem Auto: Parkplätze A2 und B, Zufahrt über Bullmannaue // Anreise mit ÖPNV: Straßenbahn 107 (Haltestelle: Zollverein oder Abzweig Katernberg), Regionalbahn RB 32 und 35 (Haltestelle: Zollverein Nord) und Bus 183 (Haltestelle: Kokerei Zollverein)

Buch zur Ausstellung 
100 Beste Plakate e. V. (Hg.): 100 Beste Plakate 25 Deutschland Österreich Schweiz 
Gestaltung Ira Ivanova und Lou Hillereau (Berlin) 
Deutsch und Englisch 
Slanted Publishers, 2026, 344 Seiten, ISBN 978-3-69202- 003-7, Preis: 35 €

Pressekontakt
Museum Folkwang: Anna Rutten, presse@museum-folkwang.essen.de 
Stiftung Zollverein: Markus Pließnig, presse@zollverein.de 100 
Beste Plakate e.V.: Dr. Hermann Büchner, presse@100-beste-plakate.de

Dokumente

Keyvisual 100-Beste 25
© Ira Ivanova, Lou Hillereau / 100 Beste Plakate e. V.
 

Media
Ira Ivanova, Lou Hillereau, Keyvisual 100-Beste 25

Ira Ivanova, Lou Hillereau
Keyvisual 100-Beste 25
© Ira Ivanova, Lou Hillereau / 100 Beste Plakate e. V.