Böse Bücher? Politiken des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch – Podiumsdiskussion
und Online (Zoom)
Wie entstehen kulturelle Grenzziehungen, welche Macht entfalten sie – und was steht auf dem Spiel, wenn sie verschoben werden? Die Podiumsdiskussion nimmt aktuelle Buchverbote in den USA zum Anlass, um über die Grenzen des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch zu sprechen.
Allein im Schuljahr 2024/25 verschwanden über 6.800 Bücher aus US-Schulbibliotheken – oft mit diffusen Begründungen und unter Berufung auf ein nicht näher erläutertes ‚Kindeswohl'. Auch in Deutschland wurden 2025 in Bibliotheken mutwillig Bücher mit LGBTQ-Bezug zerstört.
Die Veranstaltung fragt nach den politischen und ästhetischen Dimensionen solcher Verbote: Fördern sie Selbstzensur? Wie reagiert der Markt darauf? Welche Rolle spielen mediale Formen wie Fotografie, die im Kinder- und Jugendbuch seit den 1970er-Jahren gezielt auch politisch eingesetzt wurde?
Die Podiumsdiskussion rückt im Rahmen des KWI-Jahresthemas Rote Linien und in Resonanz mit der Ausstellung L is for Look – Fotobücher für Kinder und Jugendliche im Museum Folkwang jene Trennlinien in den Fokus, die festlegen, was gezeigt, erzählt und gelesen werden darf.
Mit Johanna Hähner (Pädagogische Hochschule Karlsruhe); Corinna Norrick-Rühl (Universität Münster); Mareike Stoll (Kids love Photography, Berlin)
Konzipiert von Anja Schürmann (KWI), Vreni Hockenjos und Mareike Stoll (KidsLovePhotography).
Im Rahmen des Jahresthemas Rote Linien am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen
Ort: KWI Essen, Goethestraße 31, 45128 Essen, Gartensaal & online (Zoom)
Teilnahme kostenfrei.
Details unter: www.kulturwissenschaften.de
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