Do., 23.04.2026 - 18:00 Uhr
19:00 Uhr

Kunstbuch im Gespräch – Book Launch mit Burcu Dogramaci und Helene Roth

Im Leseraum der Ausstellung L IS FOR LOOK

Wessen Auge bin ich? Kinder- und Jugendmedien im Exil
Book Launch und Gespräch zu Exilautor:innen und ihren Foto- und Bilderbüchern mit Burcu Dogramaci & Helene Roth

Nach 1933 hat sich die Lebenswelt für Kinder und Jugendliche in Deutschland radikal verändert. Dieser Wandel hat vielfach dazu geführt, dass sie ins Exil gehen mussten. Ebenfalls exilierte Autor:innen haben sich den Perspektiven dieser Kinder und Jugendlichen gewidmet. Unter den verschiedenen Produktionsbedingungen der jeweiligen Exilländer entstanden vielfältige Fotobücher und mediale Auseinandersetzungen, die sich an diese Altersgruppe richten oder die aus ihrer Perspektive erzählen.

An diesem Abend werden die Künstler:innen und Fotograf:innen Leo Lionni, Henry Rox, Walter Trier und Ylla vorgestellt, die in jüngster Zeit in den Sammelbänden „Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Inter- und transmediale Perspektiven auf Kinder- und Jugendmedien des Exils (2026) und Exil in Kinder- und Jugendmedien. Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 41 (2023) kunst- und fotohistorisch untersucht wurden. Die Beiträge thematisieren die künstlerische und literarische Produktion, die Netzwerke sowie die kinderliterarische Rezeption von Exilen bis in die heutige Zeit.

Teilnahme kostenfrei.

In Kooperation mit der Buchhandlung Walther König und dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang.

Am Welttag des Buches im Rahmen der Ausstellung L IS FOR LOOK

Burcu Dogramaci ist Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Schwerpunkt Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Seit 2021 ist sie Direktorin des Käte Hamburger Kollegs global dis:connect. Ihre Forschungen zu Exil, Migration und Flucht in Geschichte und Gegenwart widmen sich den Formen der Migration/Migration der Formen, den Konzepten und Ästhetiken einer Kunstproduktion des Exils, transkulturellen Vernetzungen, Theorien und Methoden einer Kunstgeschichte in Bewegung. Sie ist gemeinsam mit Bettina Bannasch und Doerte Bischoff Herausgeberin des Jahrbuchs Exilforschung.

Helene Roth ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte der LMU München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kunst und Fotografie des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, Migration und Exil. Von 2017 bis 2023 arbeitete sie im ERC-Projekt METROMOD mit; daraus entstand ihre Dissertation Urban Eyes. Deutschsprachige Fotografinnen im New Yorker Exil in den 1930er- und 1940er- Jahren (2024 im Wallstein Verlag, 2026 als englische Ausgabe bei Leuven University Press erschienen). Ihr Buch wurde mit dem Claus-Dieter Krohn Preis und der Gold-Medaille in der Kategorie “Fototheorie” mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet. 

 

Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?

Bernstorff, Wiebke von/ Dogramaci, Burcu/Roth, Helene/ Zemke, Finja
„Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Inter- und transmediale Perspektiven auf Kinder- und Jugendmedien des Exils
Leipzig: Hentrich&Hentrich, 2026
Buchcover

Ylla_Der kleine Elefant

Der kleine Elefant
Fotos: Ylla, Text: Falconnet Paulette
Verlag: Düsseldorf/Köln Diederichs, 1961