RADIO FOLKWANG

Ein Podcast aus dem Museum

In unserem Podcast RADIO FOLKWANG werden alle 14 Tage freitags neue Folgen veröffentlicht. Angelehnt an die Sammlungspräsentation NEUE WELTEN greift jede Folge ein spezielles Thema auf. Kunstwissenschaftler*innen, Künstler*innen und Kunstpädagog*innen aus dem Team der Bildung und Vermittlung stellen Werke der Sammlung vor. Dabei sprechen sie Themen rund um Kunst und Kunstwissenschaft an, zu denen sich viel erzählen lässt, auch ohne, dass man die Kunstwerke sehen kann. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern auch eine persönliche Sichtweise auf das jeweilige Thema einzunehmen. Im Dialog treten Kurator*innen des Museums oder externe Gäste hinzu. Musik und von Schauspieler*innen gelesene Texte ergänzen die Kunstbetrachtungen und geben dem Format einen radiohaften Charakter.

RADIO FOLKWANG ist eine Produktion der Bildung und Vermittlung des Museum Folkwang.

Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Aufnahmeleitung und Schnitt: Sarah Bockting
Jingle: Alexander Reuter
Sprecher Zitate und literarische Texte: Raphael Westermeier

RADIO FOLKWANG ist kostenfrei auf allen gängigen Podcast-Plattformen zugänglich.

18 – Art works – Kunst und Arbeit
Moderation: Annika Schank und Susanne Elsässer (Fotografin und Kunstvermittlerin)
Gast: Thomas Seelig (Leiter der Fotografischen Sammlung am Museum Folkwang)
In dieser Folge geht es um Kunstwerke, die Menschen bei der Arbeit zeigen. Vincent van Gogh malte Bäuerinnen bei der Ernte und Hafenarbeiter beim Beladen der Schiffe. Paul Gauguin idealisierte die Arbeit bretonischer Tangsammlerinnen zur naturverbundenen Lebensweise. Doch Kunstwerke bilden auch gewandelte Sichtweisen auf Arbeit ab: Von der Technisierung, die den Menschen eins mit der Maschine werden lässt, über Haushalt und Care-Arbeit bis zu den dystopischen Callcenter Units des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier van Lieshout. Außerdem sprechen wir über das Museum als Arbeitsplatz: Welche Berufsgruppen sind beteiligt, damit eine Ausstellung zustande kommt?

Vincent van Gogh, Die Ernte, Kornfeld mit Schnitter, 1889; Vincent van Gogh, Ährenleserin, 1885; Paul Gauguin, Bretonische Tangsammlerinnen (II), 1889; Alice Lex-Nerlinger, Maschinist, um 1929, © S. Nerlinger; Helen Chadwick, aus dem Portfolio: In the Kitchen, 1977; © The Estate of Helen Chadwick; Atelier van Lieshout, Division of the Day, 2008, © Atelier van Lieshout; Joel Sternfeld, Summer Interns Having Lunch, Wall Street, New York, 1987, © Joel Sternfeld; Joel Sternfeld, Attorney with laundry, Corner Bank and West 4th Street, New York, 1988, © Joel Sternfeld

17 – Träume, Illusionen, Scheinwelten
Moderation: Acelya Ördü, Vera Ostrowski, Jacqueline Wirtz (Studierende der TU Dortmund)
Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie werden beide durch Bilder transportiert? Über diese und weitere Fragen sprechen Studentinnen der TU Dortmund in dieser Podcast-Ausgabe. Von Grete Sterns Fotomontagen bis zum javanischen Schattenspiel beleuchten sie den Wahrheitsanspruch und die Konstruktion von Wirklichkeit in künstlerischen Werken.

René Magritte, Der Nachtschwärmer (Die Straßenlaterne), 1927/28, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021; Aenne Biermann, Porträt mit Boulevard de la Grande-Armée, 1931; Aenne Biermann, Selbstporträt, 1930-1931; Grete Stern, Sueño N° 7, Buenos Aires, 1949, © The Estate of Grete Stern courtesy of Galeria Jorge Mara - La Ruche; Grete Stern, Sueño N° 28, Buenos Aires, 1951, © The Estate of Grete Stern courtesy of Galeria Jorge Mara - La Ruche; Java/ Anonym, Prabu Kresna (Schattenspielfigur für das Wayang Kulit-Theater), undatiert; Java/ Anonym, Prabu Kala Juwana (Schattenspielfigur für das Wayang Kulit-Theater), undatiert; Java/ Anonym, Estitama (Schattenspielfigur für das Wayang Kulit-Theater), undatiert

16 – Das klingt nach Kunst – Bilder und Musik
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gast: Clara Blessing (Oboistin und Professorin an der Würzburger Musikhochschule)
Mindestens einmal im Quartal haben wir im Museum Folkwang Musiker*innen zu Gast, die vor ausgewählten Kunstwerken klassische und moderne Stücke vortragen. In dieser Folge berichtet die Oboistin und Absolventin der Folkwang Universität der Künste Clara Blessing über ihren Auftritt in unserer Sammlung und die Auswahl der Musikstücke. Wir sprechen über Berührungspunkte von Musik und bildender Kunst und erfahren etwas über den Arbeitsalltag einer Musikerin. Außerdem stellen wir Kunstwerke der Sammlung vor, in denen Musik eine wichtige Rolle spielt, zum Beispiel Jules Chérets Plakate für die Folies Bergère, Wassily Kandinskys malerische Kompositionen und Henri Matisses Jazz-Serie.

Jean-Baptiste Camille Corot, Das Fest des Bacchus (Abend), 1866; Jules Chéret, Folies-Bergère / Le / Miroir / Pantomime / par / René Maizeroy / Musique de Desormes, 1892; Wassily Kandinsky, Landschaft mit Kirche (Landschaft mit roten Flecken I), 1913; Wassily Kandinsky, Komposition, 1912 – 1913; Henri Matisse, L’avaleur de sabres und Le lagon aus der Mappe Jazz, 1947, © VG Bild-Kunst, Bonn; Anri Sala, Tlatelolco Clash, 2011, © VG Bild-Kunst, Bonn; Anri Sala, Le Clash, 2008, © VG Bild-Kunst, Bonn; Jackson Pollock, Two Sided Painting, 1950/51, © Pollock-Krasner Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn

15 – Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern erwachte
Kunst und Mythologie

Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gast: Selma Köran (Künstlerin)
Die Heldentaten und Prüfungen, Kämpfe und Schicksalssprüche antiker Überlieferungen beschäftigten Künstler*innen zu allen Zeiten. Die Folge widmet sich antiken Objekten aus der archäologischen Sammlung des Museums und folgt den Spuren der griechischen Helden und Göttinnen bis in die Gegenwart: Max Beckmann beschreibt in mythologischen Bildern seine eigenen Erfahrungen von Krieg und Exil. Die Medienkünstlerin Ulrike Rosenbach erprobt in ihren Videoarbeiten Frauenrollen zwischen verführerischer Venus und kämpferischer Amazone. Und was fasziniert eine junge zeitgenössische Künstlerin an der Mythologie?

Phiale-Maler, Hydria (Kalpis), 445–440 v. Chr.; Makedonien, Aphrodite, 3. – 1. Jh. v. Chr.; Selma Köran, Filmstill aus EXIT ATHENA, 2020, © Selma Köran; Selma Köran, Aphrodite aus EXIT ATHENA, 2020, © Selma Köran; Selma Köran, Zeus aus EXIT ATHENA, 2020, © Selma Köran; Selma Köran, Artemis aus EXIT ATHENA, 2020, © Selma Köran; Ulrike Rosenbach, Reflexionen über die Geburt der Venus, 1976, © VG Bild-Kunst, Bonn; Ulrike Rosenbach, Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin, 1976, © VG Bild-Kunst, Bonn; Christian Rohlfs, Amazone, 1912; Max Beckmann, Perseus. Triptychon, 1941, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

14 – Schamanen und Schachspieler
Künstlertypen
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Peter Gorschlüter (Direktor des Museum Folkwang) und Anna Fricke (Kuratorin für Zeitgenössische Kunst am Museum Folkwang)
„Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden“, stellte Martin Kippenberger in den Neunzigerjahren fest, und nahm damit den Mythos vom Künstler als tragische Gestalt aufs Korn, der spätestens seit van Gogh die populäre Vorstellung vom Künstlerdasein prägt. Die Kunstgeschichte kennt zahlreiche Anekdoten von Künstler*innen, die sich als Popstar oder Politiker, einsamer Denker oder öffentliche Diva inszenierten. Wir schauen uns an, welche Strategien Künstler*innen anwenden, um mit diesen Rollenerwartungen umzugehen, und wie sich ihr Selbstverständnis in ihren Arbeiten abbildet. Was ist dran am Künstler als Genie und als unverstandenem Außenseiter? Wie werden Künstler*innen, die diesen Mythos unterlaufen, selbst wieder zu Kultfiguren?

Vincent van Gogh, Porträt Armand Roulin, 1888; Marcel Duchamp, La Boîte Verte: La Mariée mise à nu par ses célibataires même, 1934, © VG Bild-Kunst, Bonn; Andy Warhol, "The Velvet Underground & Nico Album Cover," 1967 © 2021 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York; Vincent van Gogh, Der Garten des Hospitals von Saint-Rémy, 1889; Joseph Beuys, PostCard, 1970, © VG Bild-Kunst, Bonn;  Andy Warhol; Marilyn Monroe, 1967 © 2021 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York; Eliza Douglas, Glittering With Decay, 2016, © Courtesy Air de Paris, Paris; Eliza Douglas, The Potential of Being, 2017, © Courtesy Air de Paris, Paris; Martin Kippenberger, The Happy End of Franz Kafka's 'Amerika',
Installationsansicht Museum Folkwang, Essen 2021, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

13 – Eine Nähe, so fern sie sein mag
Neue Medien in der Kunst
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Duygu Tacay und Lion Jade Rüttgers
(Studierende der TU Dortmund)
Welchen Unterschied macht es, ob man ein Kunstwerk am Bildschirm betrachtet oder beim Museumsbesuch vor dem Original steht? Wie verändert das Medium die ästhetische Erfahrung? In dieser Folge gehen Studierende der TU Dortmund der Frage nach, welche Vorteile digitale Präsentationen für ein Kunstmuseum haben können und setzen sich kritisch mit den Grenzen auseinander, auf die eine digitale Rezeption vor allem bei großformatigen Werken stößt. Das Team der Bildung und Vermittlung stellt Kunstwerke von Nam June Paik und Kimsooja vor, die sich unterschiedliche Medien zu Nutze machen. Außerdem präsentieren wir das Videostudio am Museum Folkwang, das in den 1970er Jahren ein innovatives Experimentierfeld für Medienkunst bot und von Künstler*innen wie Barbara Hammann und Jochen Gerz genutzt wurde.

Zao Wou-Ki, 31.01.63, 1963, © VG Bild-Kunst, Bonn; Caspar David Friedrich, Frau vor der untergehenden Sonne, um 1818; Nam June Paik, Celtic Memory, 1991–1992, © Nam June Paik Estate, New York; Barbara Hammann, Facing TV, 1981, © VG Bild-Kunst, Bonn; Barbara Hammann, Tanz für 2 bunte Füße, 1981, © VG Bild-Kunst, Bonn; Paul Vogt im Videostudio des Museum Folkwang, um 1975, © Museum Folkwang; Jochen Gerz, Video Opernhaus, 1982, © VG Bild-Kunst, Bonn; Kimsooja, A Needle Woman – Kitakyushiu, 1999, © VG Bild-Kunst, Bonn; Herbert Wentscher, Books, 1981, © Herbert Wentscher

12 – Nicht nur Öl und Marmor
Moderation: Sarah Bockting und Annika Schank
Gast: Silke Zeich (Restauratorin für Gemälde und Skulptur am Museum Folkwang)
In dieser Folge geht es um Materialien in der Kunst – vom Blattgold bis zum Plastikeimer. Während Yves Klein mit edlen Werkstoffen vor allem das Immaterielle vermitteln wollte, nehmen Gerhard Hoehmes Werke mit Hilfe von Plastikschnüren Kontakt zu den Betrachtenden auf, und Jessica Stockholder baut abstrakte Bilder aus Alltagsgegenständen. Wir stellen ungewöhnliche Kunstwerke der Sammlung Folkwang vor und werfen außerdem einen Blick hinter die Kulissen des Museums: Unsere Restauratorin berichtet von ihrer spannenden Reise nach Paris mit zwei asiatischen Bildrollen im Gepäck und dem Umgang mit einem aufblasbaren Kunstwerk.

Gao Qipei, 高其佩, Hängerolle, 18. Jh., Alter Mann im Kimono und Pantoffeln, einen Gürtel haltend (Philosoph); Japan/Anonym, Kakemono (Hängerolle), 1801, Ainu (Ureinwohner Japans); Dorothee Golz, Hohlwelt, 1996 © Dorothee Golz; Yves Klein, MG 28, 1960, © VG Bild-Kunst, Bonn; Gotthard Graubner, Bildobjekt, 1972, © VG Bild-Kunst, Bonn; Gerhard Hoehme, Geblendet gebiert der erdbraune Himmel die Früchte der Schnüre, 1971, © VG Bild-Kunst, Bonn; Jessica Stockholder, Bow Tied in the Middle, 1996, © Jessica Stockholder

11 – Kunst als Fremdsprache II
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Melanie Körkemeier und Karin Mohr (Kunsthistorikerinnen und Kunstvermittlerinnen)
Über das Verhältnis von Kunst und Sprache lässt sich viel sagen. Unsere zweite Folge zu dem Thema beschäftigt sich mit der Vielfalt ästhetischer Ausdrucksmöglichkeiten: gesprochene Sprache, Bildsprache, Körpersprache… Wir widmen uns dem Expressionismus in Malerei und Lyrik und den automatischen Schreibtechniken der Surrealist*innen. Außerdem stellen wir das Projekt Sprache durch Kunst vor, das Kunstvermittlung mit Sprachförderung verbindet.

Barnett Newman, Prometheus Bound, 1952, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Auguste Rodin, Das eherne Zeitalter, um 1880; René Magritte, Der Nachtschwärmer (Die Straßenlaterne), 1927/28, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020;  Ernst Ludwig Kirchner, Der rote Turm in Halle, 1915; Haltungsübung vor Ad Reinhardts Ohne Titel, 1954; Schüler*innen vor Ernst Ludwig Kirchners Kaffeetisch, 1923/2, © VG Bild-Kunst, Foto: Carsten Behler

10 – Wer sind denn diese Leute?
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Nadine Engel (Kuratorin für Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts am Museum Folkwang) und René Grohnert (Leiter des Deutschen Plakat Museums)
In dieser Folge geht es um Porträts in der Sammlung und die Frage, wer auf den Bildern eigentlich dargestellt ist. Oft haben die Porträtierten eine spannende Biografie und waren selbst als Künstlerin, Schriftstellerin, Musikerin oder Tänzerin tätig. Wir stellen Nelly Dix, Alma Mahler und Gret Palucca vor.

Otto Dix, Sonderausstelung Otto Dix Kunstsalon Wolfsberg, 1929; Otto Dix, Nelly in Blumen, 1924; Otto Dix, Bildnis Frau Martha Dix, 1928; August Sander, Malerehepaar [Martha und Otto Dix], 1925/26; Otto Dix, Tote vor der Stellung bei Tahure und Sturmtruppe geht unter Gas vor, Blatt 50 und 12 aus der fünfzigteiligen Radierfolge Der Krieg, 1924; Oskar Kokoschka, Der Sturm / Neue Nummer, 1910/11; Oskar Kokoschka, Doppelbildnis Oskar Kokoschka und Alma Mahler, 1912/13; Ernst Ludwig Kirchner, Springende Tänzerin, Gret Palucca, 1931; Ernst Ludwig Kirchner, Farbentanz I, 1932; Ernst Ludwig Kirchner, Tanzpaar, 1914; Ernst Ludwig Kirchner, Die tanzende Mary Wigman, 1933
© für Otto Dix und August Sander: VG Bild-Kunst, Bonn 2020; für Oskar Kokoschka: Fondation Oskar Kokoschka / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

9 – How is that funny?
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Hans-Jürgen Lechtreck (Künstlerischer Koordinator und stellvertretender Direktor des Museum Folkwang) und Gereon Krebber (Künstler)
Gibt es witzige Kunst? Und wenn ja, kann man den Witz erklären? Wer lacht über welche Kunstwerke? Ein Kunsthistoriker und ein Künstler diskutieren diese Fragen auf durchaus ernsthafte Weise und stellen zudem humorvolle Werke aus der Sammlung Folkwang vor.

Peter Fischli / David Weiss, Brand von Uster, 1980; Peter Fischli / David Weiss, Der Verkehrsunfall, 1980 © Peter Fischli David Weiss; Gereon Krebber, OTC, 2015-16, Lichtschacht über dem Kassenbereich Museum Folkwang, © Gereon Krebber; Gereon Krebber, Thyseter, 2016, Innenhof Museum Folkwang, © Gereon Krebber; Thomas Schütte, Mann im Matsch, 2009, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Thomas Schütte, Stahlfrau Nr. 11, 2002, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Arnold Böcklin, Pan im Kinderreigen, um 1884

8 Kunst als Fremdsprache
Moderation: Annika Schank
Gast: Denise Winter (Künstlerin und Kunstvermittlerin)
Wie ist das Verhältnis von Kunst und Sprache? Welche Rolle spielen die Schrift und die Stimme in der bildenden Kunst? Lässt sich ein Kunstwerk vollständig in Sprache übersetzen? Gemeinsam mit einer Bildhauerin und Grafikerin gehen wir auf Kunstwerke ein, die ganz unterschiedlich mit Sprache arbeiten: in Form von Gedichten und Filmsynchronisationen, chorischem Sprechen und Schreibmaschinen-Typografie.

Denise Winter, SchreibmaschinenzeichnungCGN01_em(und gunsten nieder-), 2015, Foto: Hannes Woidich; Richard Deacon, It's Orpheus when there's Singing #9, 1978 – 1979, © Richard Deacon; Stefana McClure, The Blue Planet 1 - Introduction, 2008, © Stefana McClure
Video/Sound: Damian Gorczany, Christian Spieß, Vanesa Colado Miguel

7 Story of My Life
Kunstwerke als Anregungen zur biografischen Selbstreflexion

Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Cordula Feld (Kunstvermittlerin und Kunsttherapeutin) und Isabel Morgenstern (Referentin und Pädagogin für Biografiearbeit)
Welche Rolle spielt die Biografie von Künstler*innen für die Kunstgeschichte? Welche Kunstwerke nehmen prägende Momente des Lebens oder gleich die ganze Lebensspanne in den Blick? Wir nähern uns dem Leben der Künstler*innen Paula Modersohn-Becker und Marc Chagall anhand von Werken, Tagebucheinträgen und Briefen und diskutieren die Frage, wie Kunstwerke für Biografiearbeit genutzt werden können.

Marc Chagall, Marsfeld, 1954/55, VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Kamelienzweig, 1906/1907; Rineke Dijkstra, Julie, Den Haag, Netherlands, February 29, 1994, © Rineke Dijkstra, Amsterdam; Rineke Dijkstra, Oostende, Belgium, August 7, 1992, © Rineke Dijkstra, Amsterdam; Hans-Peter Feldmann, Tim. 20 Jahre, aus der Arbeit: 100 Jahre, 1998 – 2000; © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Hans-Peter Feldmann, Ulli. 50 Jahre, aus der Arbeit: 100 Jahre, 1998 – 2000; © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

6 Kinderwelten
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Rebecca Wassermann (Künstlerin und Kunstvermittlerin) und ihr Sohn Jacob (4 Jahre)
Was können Kinder im Museum Folkwang entdecken und erleben? Welche Methoden und Materialien werden in der Kunstvermittlung eingesetzt? Wir erkunden das Museum aus Kindersicht, stellen Lieblingswerke von Kindern und unser Projekt für Vorschulkinder 5plus vor und geben Tipps, wie Kinder zu Hause selbst kreativ werden können.

Edouard Manet, Der Sänger Jean Baptiste Faure als Hamlet, 1877; Kinder erkunden das Museum, Foto: Florian Wagner 2020; Max Liebermann, Der Papageienmann, 1902; Kinder unter Schwungtuch, Foto: Florian Wagner 2020; Kinder vor Mark Rothkos White, Pink and Mustard, Foto: Florian Wagner 2020; Thomas Schütte, Stahlfrau Nr. 11, 2002, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Kinder beim Bildhauerspiel, Foto: Florian Wagner 2020

5 – Bodies and Matter
Körper in der Kunst

Moderation: Annika Schank
Gäste: Katharina Monka (Künstlerin und Kunstvermittlerin) und Ottoline Calmeijer Meijburg (Choreografin und Theatermacherin)
Welche Körperbilder zeigen sich in den Werken der Sammlung Folkwang? Wie werden Männer dargestellt, wie Frauen? Welche Rolle spielt der Körper in Plastik, Grafik und Performance? Wie lässt sich Körperlichkeit in der zeitgenössischen Kunst thematisieren? Eine Bildhauerin und eine Choreografin und Performance-Künstlerin nehmen figürliche Plastiken und Skulpturen der Sammlung in den Blick.

Katharina Monka, InH00118Steven, 2018, Installationsansicht MDF, Lack, Architektur der Flexzone, dazugehörige Person (Steven Sander), Foto: Katharina Monka; Auguste Rodin, Eva, 1881; Auguste Rodin, Die Kauernde, um 1882; Hans Josephsohn, Ohne Titel (Verena), 1987, © Josephsohn Estate, Kesselhaus Josephsohn / Galerie Felix Lehner, Hauser & Wirth; Kiki Smith, Goldene Sirene, 2001, © Kiki Smith; Ottoline Calmeijer Meijburg, Femme Cyborg, 2017
Fotos: Museum Folkwang (sofern nicht anders angegeben)

4 – Fenster zur Stadt
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Stephanie Sczepanek (Künstlerin und Kunstvermittlerin) und Pia Linz (Künstlerin)
Wie verortet sich das Museum in der Stadt? Und wie wird Urbanität in der Kunst verhandelt? Wir besprechen künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Stadt von expressionistischen Großstadtbildern der 1910er Jahre bis zu Kartierungen in der zeitgenössischen Grafik und stellen anschließend ein Projekt zum urbanen Lernen vor.

Paul Signac, Der Pont des Arts , 1912; Félix Vallotton, Roter Sand am Seine-Ufer, 1901; Robert Delaunay, Der Eiffelturm, 1910/11; Robert Delaunay, Die Fenster zur Stadt, 1912; Claude Monet, Die Kathedrale von Rouen im Morgennebel, 1894; Lyonel Feininger, Gelmeroda IX, 1926, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Ernst Ludwig Kirchner, Leipziger Strasse mit elektrischer Bahn, 1914; Pia Linz, Schillerpromenade, 2007 – 2010, Courtesy die Künstlerin und Galerie Fahnemann, Berlin
Fotos: Museum Folkwang (sofern nicht anders angegeben)

3 – Queer as Folk
Moderation: Annika Schank und Christoph Westermeier (Künstler und Kunstvermittler)
Gast: Harry Hachmeister (Künstler)
Wir nehmen die Sammlung des Museum Folkwang aus einer LGBTQ-Perspektive in den Blick und diskutieren künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Gender, Sexualität und queeren Lebensweisen und Selbstverortungen auseinandersetzen.

David Hockney, Portrait of Cavafy II from Illustrations for Fourteen Poems from C.P. Cavafy, 1966 – 1967, Etching, Editioned, 31 1/2 x 22 1/2", © David Hockney; Claude Cahun, Selbstportrait (mit Opernmaske), 1928; Harry Hachmeister, Grit, wir kriegen Dich, 2005, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Michael Buthe, When love is wrong I don't want to be right, 1980, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Roni Horn, Untitled, No. 15, 1998, © Roni Horn
Fotos: Museum Folkwang (sofern nicht anders angegeben)

2 – Too Cool For School?
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Dora Celentano (Künstlerin und Kunstvermittlerin) und Stefan Kürten (Künstler)
Wer hat von wem gelernt in der Kunstgeschichte? Kann man die Einflüsse sehen? Wer wurde als Autodidakt*in berühmt? Welche Rolle spielten Institutionen wie das Bauhaus und das Black Mountain College? Wie war die Lehre an einer Kunstakademie früher strukturiert und wie läuft sie heute ab? Wie schafft man es, an einer Akademie angenommen zu werden? Und kann man Kunst überhaupt lernen?

Dora Celentano, Choreo, 2018; Stefan Kürten, Sorrows Child, 2019; Josef Albers, Huldigung an das Quadrat, White Island, 1961, © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Kenneth Noland, SCALE, 1966, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Ad Reinhardt, Untitled, 1954, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Richard Serra, Inverted House of Cards, 1969/1983, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Claude Monet, Der Seerosenteich, um 1916
Fotos: Museum Folkwang (sofern nicht anders angegeben)

1 – Ey, Alter
Spätwerke in der Kunst und Kulturgeragogik im Museum

Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Gäste: Susanne Mönig (Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin) und Jutta Schmidt (Fotografin, Kulturgeragogin und Kunstvermittlerin)
Wie viele Bilder in unserer Sammlung zeigen eigentlich ältere Menschen? Welche Künstler*innen haben das Alter zu ihrem Thema gemacht? Und welche waren selbst noch in hohem Alter produktiv? Die Folge geht diesen Fragen nach und stellt anschließend ein Projekt der Kunstvermittlung für Menschen mit Demenz vor.

Otto Dix, Mutter und Eva, 1935, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Japan, Ôji, Gesichtsmaske für das Kyôgen-Theater, Großväterchen, in der heute gebräuchlichen Form dieses Typs, Foto: Hans Hansen, Hamburg 2009; Klaus Staeck, Sozialfall, 1971, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Lovis Corinth, Selbstbildnis mit Tiroler Hut, 1913; John Coplans, Self Portrait (Hand with Buttocks), 1987, © The John Coplans Trust; Roman Opalka, Detail 680350-707459, 1965, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Fotos: Museum Folkwang (sofern nicht andern angegeben)

Maria Lassnig, Hubert Sielecki, Maria Lassnig Kantate, 1992 © Hubert Silecki

Pilot – Lernen Sie uns kennen
Moderation: Peter Daners und Annika Schank
Das Museum stellt sich vor: Wer war Karl Ernst Osthaus und was bedeutet eigentlich der Name Folkwang? Sammlungsgeschichte, Lieblingswerke und besondere Orte vorgestellt vom Team der Bildung und Vermittlung.

George Minne, La fontaine aux agenouillés, 1905 - 1906; Pierre Auguste Renoir, Lise – La femme à l'ombrelle, 1867; Mark Rothko, Untitled (White, Pink and Mustard), 1954, © Kate Rothko-Prizel & Christopher Rothko / VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Los Carpinteros, Helm/Helmet/Yelmo, Courtesy of the Artists and Ivorypress, Foto: Sebastian Drüen, Museum Folkwang, 2014; Claude Monet, Le bassin aux nymphéas, um 1916; Ozeanien, Malagan-Figur, um 1912; Ozeanien, Uli-Figur vom Typ lembankákat ëgilámpe, Ende 19. oder Anfang 20. Jh.; William Forsythe, City of Abstracts, 2000, Videowand, Kamera, software, Video-Software-Entwicklung: Philip Bußmann, © William Forsythe
Fotos: Museum Folkwang (sofern nicht anders angegeben)